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ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss: Dax tritt am Hexensabbat nahezu auf der Stelle

20.09.2019 um 18:12 Uhr

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax hat am Hexensabbat seine jüngsten Gewinne nur minimal ausgebaut. Der deutsche Leitindex schloss am Freitag 0,08 Prozent höher bei 12 468,01 Punkten. Auf Wochensicht ergibt sich damit eine Nullnummer. Der MDax der mittelgroßen deutschen Börsenwerte ging derweil am Freitag 0,75 Prozent tiefer bei 25 897,30 Punkten ins Wochenende.

Am Mittag waren an der Derivatebörse Eurex Terminkontrakte auf die großen Aktienindizes ausgelaufen, wie die auf den Dax und den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 . Vor diesem auch großer Verfall genannten Termin versuchen Anleger, die Kurse in die für sie vorteilhafte Richtung zu bewegen. Das führt in der Regel im Verlauf zu erratischen, fundamental nicht zu erklärenden Bewegungen. In der Spitze war der Dax bis auf 12 490 Punkte gestiegen.

Stützend wirkte laut Händlern ein Bericht über eine weitere Annäherung zwischen den USA und China im Handelsstreit. Laut der Zeitung "Politico" will die US-Regierung für eine Reihe chinesischer Produkte von Strafzöllen absehen. Allerdings gehe es hier eher um die Lösung von Zulieferproblemen von US-Unternehmen und weniger darum, einen Schritt auf die Regierung in Peking zuzugehen.

Derweil wirkte hierzulande die aktuelle Klimadebatte auf Erneuerbare-Energien-Werte positiv. Das Paket der schwarz-roten Koalition für mehr Klimaschutz soll ein Gesamtvolumen von mehr als 50 Milliarden Euro haben.

Im Nebenwerte-Index SDax zogen die Aktien von Nordex um 7 Prozent an, nachdem sie bereits am Vortag ähnlich stark gewonnen hatten. "Kanzlerin Angela Merkel will einen starken Ausbau der Windkraft- und Solarenergie", sagte ein Händler. Unter dem Einfluss der Klimadebatte stiegen die Anteile des Wechselrichter-Herstellers SMA Solar um gut 5 Prozent. Nordex und SMA waren damit die besten Werte im SDax. Im Dax gewannen die Anteilsscheine von RWE - künftig ein Erneuerbarer-Energien-Konzern - rund 3 Prozent.

Die Commerzbank will sich mit dem Abbau tausender Stellen und Filialschließungen gegen die Ertragsschwäche stemmen. Das Finanzhaus will sich zudem seine Online-Tochter Comdirect komplett einverleiben. Damit schlossen die Papiere der Commerzbank moderat höher, während die Anteilsscheine der Comdirect um mehr als ein Viertel in die Höhe schnellten.

Am MDax-Ende büßten die Aktien des Salz- und Düngemittelproduzenten K+S mehr als 4 Prozent ein. Börsianer verwiesen darauf, dass die Hedgefonds-Manager von Millennium International Management LP ihre Leerverkaufspositionen deutlich ausgebaut und damit verstärkt auf fallende Kurse gesetzt hatten.

Der EuroStoxx 50 stieg um 0,53 Prozent auf 3571,39 Punkte. In Paris schloss der Leitindex Cac 40 ähnlich deutlich im Plus, während der Londoner FTSE 100 leicht nachgab. In New York wiederum legte der Dow Jones Industrial zum europäischen Handelsschluss moderat zu.

Am Rentenmarkt sank die Umlaufrendite von minus 0,49 Prozent am Vortag auf minus 0,51 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,10 Prozent auf 145,70 Punkte. Der Bund-Future legte um 0,16 Prozent auf 173,49 Zähler zu. Der Kurs des Euro fiel: Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1030 (Donnerstag: 1,1067) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9066 (0,9036) Euro./la/jha/

--- Von Lutz Alexander, dpa-AFX ---

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