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Aktien Europa: Anleger vorsichtig - Notenbanken und Zollstreit im Fokus

11.12.2019 um 11:59 Uhr

PARIS/LONDON (dpa-AFX) - Angesicht der Unwägbarkeiten im Handelsstreit zwischen China und den USA sowie vor der britischen Parlamentswahl haben sich die Anleger an Europas Börsen am Mittwoch zurückgehalten. Zudem stehen die Sitzungen von US-Notenbank und Europäischer Zentralbank an. Der EuroStoxx 50 gab bis zum Mittag um 0,1 Prozent nach auf 3666 Punkte. In Paris verlor der Leitindex Cac 40 0,2 Prozent auf 5833 Punkte. Der britische FTSE 100 fiel um 0,1 Prozent auf 7206 Punkte.

Die Meldungslage zum US-Handelsstreit war zuletzt widersprüchlich. Während das "Wall Street Journal" mit einem Bericht Hoffnungen auf eine Verschiebung weiterer Strafzölle weckte, sagte ein Wirtschaftsberater der US-Regierung, es sei noch keine Entscheidung darüber gefallen. Derzeit sind für den 15. Dezember neuen Strafzölle auf Importe aus China geplant.

Die Sitzung der US-Notenbank am Abend dürfte kaum Akzente setzen. "Da die jüngsten Konjunkturdaten, hierunter auch der Arbeitsmarktbericht, in der Summe zufriedenstellend ausgefallen sind, dürfte die letzte FOMC-Sitzung in diesem Jahr eher besinnlich ausfallen", schrieben die Volkswirte der Postbank in einem Kommentar. "Wir rechnen jedenfalls nicht mit einer Änderung des US-Leitzinses."

Bei den Einzelwerten hielten sich die Veränderungen in Grenzen. Eine Ausnahme waren JD Sports . Die Aktie verlor 8,5 Prozent auf 735 Pence. Der Großaktionär Pentland Group hatte einen Anteil von 2,5 Prozent an dem britischen Einzelhändler für Sportmode und Outdoor-Marken verkauft. Das Paket ging an internationale institutionelle Investoren, wobei der Preis mit 740 Pence je Aktie unter dem Schlusskurs vom Dienstag lag. Die Analysten von Berenberg verwiesen auf das Risiko weiterer Verkäufe durch Pentland, was eine Belastung für den Kurs von JD Sports darstelle.

Besser sah es bei einem anderen Modehändler aus. Inditex hatte im dritten Quartal noch einen Gang zugelegt. In den ersten neun Monaten stieg der Umsatz trotz eines hart umkämpften Markts daher im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 7,5 Prozent auf 19,8 Milliarden Euro. Unter dem Strich verdiente der spanische Modehändler mit 2,7 Milliarden Euro 12 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Bei Analysten kam das gut an. Das Geschäftsquartal sei stark verlaufen, schrieb Analyst Richard Chamberlain von RBC in einer Studie. Inditex sollte langfristig zu den Gewinnern innerhalb der Branche gehören.

Bei Credit Suisse ging es nach der Senkung des Eigenkapital-Renditeziels um 0,4 Prozent nach unten. Solch ein Schritt war bereits erwartet worden./mf/mis

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