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Siemens-Rivale ABB legt operativ zu - Umsatz und Auftragseingang rückläufig

05.02.2020 um 07:37 Uhr

ZÜRICH (dpa-AFX) - Der Industriekonzern ABB hat im vierten Quartal 2019 unter anderem dank Kosteneinsparungen zugelegt. Beim Umsatz sowie beim Auftragseingang wurde das Niveau des Vorjahres aber nicht gehalten. Der Umsatz des Siemens-Rivalen ging von Oktober bis Dezember um 4 Prozent auf 7,1 Milliarden US-Dollar zurück. Rechnet man die Konsolidierungs- und die Währungseffekte heraus, ergab sich organisch ein Minus von 2 Prozent, wie der Konzern am Mittwoch in Zürich mitteilte. Der Konzern wird nur noch kurze Zeit übergangsweise von Verwaltungsrats-Präsident Peter Voser geführt. Vom 1. März an übernimmt bekanntlich Björn Rosengren das Ruder.

Minimal besser präsentierte sich die Situation beim Auftragseingang. Dieser nahm im vierten Quartal um 1 Prozent auf 6,9 Milliarden Dollar ab, organisch ergab sich hier allerdings ein knappes Plus von 1 Prozent. Das Marktumfeld sei schwierig gewesen, erklärte ABB zum Geschäftsjahr. Am deutlichsten spürte die Division Robotik & Fertigungsautomation den konjunkturellen Gegenwind, die Division schrumpfte im Quartalsvergleich organisch um 11 Prozent.

Besser sah es bei den Gewinnziffern im Gesamtkonzern aus. Der operative Gewinn auf Stufe Ebita erhöhte sich auf vergleichbarer Basis um 24 Prozent auf 710 Millionen Dollar und die entsprechende Marge um 2,20 Prozentpunkte auf 10,1 Prozent. Der Reingewinn hat um 3 Prozent auf 325 Millionen Dollar zugenommen. Die breit gestreuten Erwartungen der Analysten wurden beim Umsatz verfehlt, beim Auftragseingang und beim Gewinn jedoch leicht übertroffen. Die Dividende soll bei 0,80 Franken je Aktie stabil gehalten werden.

Konkrete quantitative Angaben zu den Erwartungen für das Gesamtjahr macht ABB wie üblich im Februar noch nicht. Zum Umfeld heißt es, dass die globale Wirtschaft weiter durch geopolitische Unsicherheiten beeinflusst werde und voraussichtlich auf ähnlichem Niveau wachse wie 2019. Die makroökonomischen Indikatoren würden auf schwächeres Wachstum in Europa und den USA hindeuten. In China könnten die Stabilisierungstendenzen durch den Ausbruch des Coronavirus beeinträchtigt werden.

Mit Blick auf das laufende Geschäftsjahr steht für ABB neben dem Amtsantritt von Rosengren als neuer Chef die definitive Abspaltung der vor über einem Jahr zum größten Teil an Hitachi verkauften Sparte Stromnetze im Fokus. Diese verlaufe "nach Plan"./cf/yr/AWP/stk/jha/

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