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GRAMMER AG O.N.
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DGAP-News: Grammer AG: Informationen des Unternehmens zur aktuellen Presseberichterstattung (deutsch)

12.02.2020 um 15:06 Uhr

Grammer AG: Informationen des Unternehmens zur aktuellen Presseberichterstattung

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DGAP-News: Grammer AG / Schlagwort(e): Sonstiges
Grammer AG: Informationen des Unternehmens zur aktuellen
Presseberichterstattung

12.02.2020 / 15:05
Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.

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Informationen des Unternehmens zur aktuellen Presseberichterstattung

- Grammer weist die in den Medien fälschlicherweise vorgenommene Verknüpfung
des Unternehmens mit Insiderstraftaten Dritter zurück

- Weder Vorstand, noch Aufsichtsrat, noch leitende Mitarbeiter vom Vorwurf
eines Insiderhandelsverstoßes betroffen

- BaFin-Verfahren wegen des Vorwurfs vermeintlich verspäteter Ad
hoc-Mitteilungen fehlt Grundlage

- Kapitalmarktkommunikation von Grammer entsprach jederzeit den rechtlichen
Vorgaben

Amberg, 12. Februar 2020 - Die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main als
Schwerpunktstaatsanwaltschaft für Wirtschaftsstrafsachen hat am 11. Februar
2020 eine Presseinformation veröffentlicht. Darin heißt es, dass gegen sechs
Beschuldigte wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das
Wertpapierhandelsgesetz ermittelt werde. Eine dieser Personen stehe im
Verdacht, als sog. "Tippgeber" zuvor Insiderinformationen weitergegeben zu
haben. In diesem Zusammenhang führe die ermittelnde Staatsanwaltschaft auch
das Bußgeldverfahren gegen drei ehemalige Vorstände eines Unternehmens aus
dem Bereich der Autoteilezulieferer und gegen das Unternehmen selbst wegen
des Vorwurfs zweier verspäteter Ad hoc-Mitteilungen.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main wurden 16 Objekte in
Frankfurt bzw. dem Rhein-Main-Gebiet und Bayern sowie in München und Berlin
durchsucht.

Die Grammer AG ("Grammer") war durch diese Maßnahmen lediglich an zwei ihrer
Standorte in Bayern betroffen. Die Durchsuchungen in Frankfurt bzw. dem
Rhein-Main-Gebiet, in München und Berlin sowie gegebenenfalls an anderen
bayerischen Orten hatten mit Grammer nichts zu tun.

Grundlage der Durchsuchungen bei Grammer waren zwei unterschiedliche
Durchsuchungsbeschlüsse. Der erste Durchsuchungsbeschluss betraf das
strafrechtliche Ermittlungsverfahren gegen sechs natürliche Personen wegen
des Verdachts eines Verstoßes gegen das Insiderhandelsverbot. Der zweite
Durchsuchungsbeschluss bezog sich auf ein Ordnungswidrigkeitenverfahren
wegen zweier angeblich verspäteter Ad hoc-Mitteilungen des Unternehmens.

STELLUNGNAHME DER GRAMMER AG:

GRAMMER VOM VORWURF DES VERSTOSSES GEGEN INSIDERHANDELS-VERBOT NUR AM RANDE
BETROFFEN

Grammer hat alle Vorkehrungen getroffen und Strukturen geschaffen um
sicherzustellen, dass alle seine Mitarbeiter nicht gegen rechtliche
Bestimmungen und dabei vor allem gegen Bestimmungen zum Insiderhandelsverbot
verstoßen.

Grammer legt vor allem Wert auf die Feststellung, dass es keinerlei
Verdachtsmomente gegen aktuelle oder ehemalige Mitglieder des Vorstands oder
aktuelle oder ehemalige Mitglieder des Aufsichtsrats gibt und solche
Verdachtsmomente auch nicht gegen aktuelle oder ehemalige leitende
Mitarbeiter von Grammer vorliegen. Demgemäß erfassen die Ermittlungen der
Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main auch keine Mitglieder dieser
Personengruppen.

Das strafrechtliche Ermittlungsverfahren richtet sich gegen fünf Personen,
die weder bei Grammer angestellt sind oder waren noch sonst aus Sicht von
Grammer in Verbindung zu Grammer stehen oder gestanden haben. Bei der
sechsten Person, die von der Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main als
Beschuldigte geführt wird, handelt es sich um einen Mitarbeiter von Grammer
im unteren Management. Diese Person hatte keinen Zugang zu etwaigem
Insiderwissen. Inwieweit diese Person gegen gesetzliche Bestimmungen
verstoßen hat, bleibt den weiteren Ermittlungen vorbehalten. Aus Sicht von
Grammer liegen keine Anhaltspunkte vor, dass es sich bei dieser Person um
den sog. "Tippgeber" handelt.

KEINE VERSPÄTETEN AD HOC-MITTEILUNGEN

Bei der BaFin ist seit 2017 ein Verfahren wegen des Vorwurfs zweier
angeblich zu spät veröffentlichter Ad hoc-Mitteilungen im ersten Halbjahr
2017 anhängig. Grammer hat die Vorwürfe durch seine rechtlichen Berater
zurückweisen lassen. Der letzte Schriftwechsel mit der BaFin datierte vom
17. April 2018, also vor fast 22 Monaten. Damals ließ die BaFin mitteilen,
die Sache an ihre Abteilung für Ordnungswidrigkeiten abgegeben zu haben. Als
nächstes hätte eine Anhörung von Grammer erfolgen sollen, zu der es bisher
nicht gekommen ist.

Grammer ist davon überzeugt, sich auch im Zusammenhang mit
kapitalmarktrechtlichen Publizitätspflichten generell und damit auch im
maßgeblichen Zeitraum in 2017 in jeder Hinsicht rechtlich korrekt verhalten
zu haben. Etwaige Ad hoc-Mitteilungen sind jeweils zeitlich und inhaltlich
korrekt erfolgt. Dies wird gegebenenfalls ein gerichtliches Verfahren
bestätigen.

In jedem Fall ist es offensichtlich falsch, einen Zusammenhang zwischen dem
Vorwurf eines angeblichen Verstoßes gegen das Insiderhandelsverbot
einerseits und dem Vorwurf etwaiger verspäteter Ad hoc-Mitteilungen
andererseits herzustellen, wie dies auf Basis der Presseinformation der
Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main in den Medien erfolgt ist. Ein solcher
Zusammenhang ist schon deshalb ausgeschlossen, weil die Ermittlungen der
Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main wegen des Verdachts eines Verstoßes
gegen das Wertpapierhandelsgesetz den Zeitraum Mai und Juni 2018 betreffen,
es bei der Frage, ob Grammer Ad hoc-Mitteilungen unter Umständen hätte
früher veröffentlichen müssen, dagegen um den Zeitraum Januar bis April 2017
geht.

Aus Sicht von Grammer ist das Ermittlungsverfahren gegen mehrere Personen
wegen des Verdachts eines Verstoßes gegen das Insiderhandelsverbot "der
Einfachheit halber" mit den Ermittlungen im Zusammenhang mit dem
Ordnungswidrigkeitenverfahren verbunden worden. Grammer möchte eine solche
Verknüpfung zweier nicht miteinander zusammenhängender Vorgänge nicht
kommentieren. Der in der Presseinformation der Staatsanwaltschaft Frankfurt
am Main hergestellte Zusammenhang kann aus Sicht von Grammer jedoch
missverständlich interpretiert werden, wie die in der Zwischenzeit erfolgte
ausführliche Berichterstattung in den Medien und die zum Teil daraufhin
erfolgten Reaktionen gezeigt haben.

Grammer wird auch weiterhin mit der BaFin eng zusammenarbeiten. Grammer ist
davon überzeugt, dass eine Sichtung der Informationen und Unterlagen
bestätigen wird, dass sich Grammer durchgehend rechtlich korrekt verhalten
hat.

Unternehmensprofil
Die Grammer AG mit Sitz in Amberg ist spezialisiert auf die Entwicklung und
Herstellung von Komponenten und Systemen für die Pkw-Innenausstattung sowie
von gefederten Fahrer- und Passagiersitzen für On- und Offroad-Fahrzeuge. Im
Segment Automotive liefern wir Kopfstützen, Armlehnen, Mittelkonsolen,
hochwertige Interieur-Komponenten und Bediensysteme sowie innovative
thermoplastische Lösungen für die Automobil-Industrie an namhafte
Pkw-Hersteller im Premiumbereich und an Systemlieferanten der
Fahrzeugindustrie. Das Segment Commercial Vehicles umfasst die
Geschäftsfelder Lkw- und Offroad-Sitze (Traktoren, Baumaschinen und Stapler)
sowie Bahn- und Bussitze. Mit rund 15.500 Mitarbeitern ist Grammer in 20
Ländern weltweit tätig. Die Grammer Aktie ist im Prime Standard notiert und
wird an den Börsen München und Frankfurt sowie über das elektronische
Handelssystem Xetra gehandelt.

Kontakt:
GRAMMER AG
Boris Mutius
Tel.: 09621 66 2200
investor-relations@grammer.com

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Unternehmen: Grammer AG
Georg-Grammer-Str. 2
92224 Amberg
Deutschland
Telefon: +49 (0)9621 66-0
Fax: +49 (0)9621 66-1000
E-Mail: investor-relations@grammer.com
Internet: www.grammer.com
ISIN: DE0005895403, DE0005895403
WKN: 589540, 589540
Börsen: Regulierter Markt in Frankfurt (Prime Standard),
München; Freiverkehr in Berlin, Düsseldorf, Hamburg,
Stuttgart, Tradegate Exchange
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973801 12.02.2020

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