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Aktien Frankfurt Ausblick: Kurseinbruch verschärft sich noch wegen Coronavirus

27.02.2020 um 08:13 Uhr

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Furcht vor den Folgen des Coronavirus hat die Börsen weiter fest im Griff. Am deutschen Aktienmarkt sind am Donnerstag nach einer kleinen Verschnaufpause am Mittwoch erneut hohe Verluste zu erwarten. Der X-Dax als vorbörslicher Indikator für den Dax deutet knapp eine Stunde vor Xetra-Handelsstart auf einen Dax-Verlust von gut zwei Prozent auf die Marke von 12 500 Punkten hin.

Damit steht der Börse der vierte Handelstag mit Verlusten in dieser Woche bevor. Seit Wochenbeginn büßte der Dax bereits rund 800 Punkte oder knapp sechs Prozent ein. Grund für die deutlichen Verluste ist die rasante Ausbreitung des Coronavirus.

In der Nacht auf Donnerstag geriet der Aktienmarkt erneut stärker unter Druck, da es US-Präsident Donald Trump in einer Rede nach Einschätzung von Händlern nicht gelungen ist, die Märkte zu beruhigen. Die Terminkontrakte auf US-Indizes verloren deshalb deutlich an Boden und mit ihnen auch die Dax-Indikation.

Trump hatte nach Warnungen der US-Gesundheitsbehörde CDC vor einer Ausbreitung des neuartigen Coronavirus auch in den USA vor einer Panik gewarnt. Er denke nicht, dass eine Ausbreitung in den USA unvermeidlich sei. Der Präsident betonte zugleich: "Was immer auch passiert, wir sind vollständig vorbereitet."

Er schloss weitere Reiseeinschränkungen wegen des Virus nicht aus. Derzeit dürfen Ausländer, die in den vergangenen 14 Tagen in China waren, nicht in die USA einreisen. Trump sagte, solche Einschränkungen könnten auch gegen Reisende aus anderen Ländern verhängt werden, in denen sich das Virus ausbreitet.

Ob sich einzelne Aktien dem allgemeinen Abwärtsstrudel entgegenstemmen können, bleibt abzuwarten. Geschäftszahlen haben am Morgen unter anderem Bayer , der Online-Modehändler Zalando , der LED-Spezialist Aixtron und der Anlagenbauer Dürr veröffentlicht. Die Aktien der vier Unternehmen büßten vorbörslich zwischen 2 und fast 5 Prozent ein.

Papiere des Zahlungsdienstleisters Wirecard verloren 4,7 Prozent, nachdem der Kontrahent Adyen Zahlen vorgelegt hatte./bek/zb

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