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APA ots news: FMA und OeNB optimieren die Zusammenarbeit

27.02.2020 um 15:14 Uhr

MoU präzisiert die Verantwortlichkeiten, bereinigt
Schnittstellen und verschlankt die Prozesse

Wien (APA-ots) - Aufsichtsschwerpunkte 2019 adressieren erfolgreich
aktuelle Themen

Die österreichische Finanzmarktaufsichtsbehörde FMA und die
Oesterreichische Nationalbank (OeNB) haben die Analysen im Zuge der
Diskussion um eine Reform der Bankenaufsicht im Vorjahr zum Anlass
genommen, die bewährte Zusammenarbeit grundlegend zu analysieren und
zu evaluieren, um sie in Form eines "Memorandum of Understanding"
(MoU) zu optimieren. Das MoU präzisiert die jeweiligen
Verantwortlichkeiten, optimiert die Schnittstellen, verschlankt und
beschleunigt die Prozesse.

"Die Umstände des Reformprojektes haben es FMA und OeNB erlaubt,
einen tieferen Einblick in das jeweilige Gegenüber zu bekommen,
wodurch bestehende Potenziale zur Effizienzsteigerung gehoben werden
konnten. Gleichzeitig dient das MoU auch der Transparenz gegenüber
den Marktteilnehmern und der Öffentlichkeit," so der Vorstand der
FMA, Helmut Ettl und Eduard Müller, sowie OeNB-Vize-Gouverneur
Gottfried Haber. Beide Institutionen unterstreichen darüber hinaus
die schon bisher ausgezeichnete Zusammenarbeit zwischen FMA und OeNB,
die ein Qualitätsmerkmal des österreichischen Finanzplatzes
darstellt.

Aufsichtsschwerpunkte 2019 greifen

Die 2019 von FMA und OeNB gemeinsam gesetzten Aufsichtsschwerpunkte
haben aktuelle Herausforderungen im österreichischen Bankensektor
adressiert und erste Ergebnisse zeigen bereits, dass die gesetzten
Maßnahmen greifen. So wurde im Bereich IT und Digitalisierung ein
Fokus auf IT-Sicherheit und Cybersecurity gelegt. Durch eine
umfassende Erhebung der IT-Infrastruktur der Banken, entsprechende
Prüfungsschwerpunkte bei Vor-Ort-Prüfungen sowie eine stärkere
Berücksichtigung diesbezüglicher Sicherheitsthemen im aufsichtlichen
Überprüfungsverfahren konnten die aus der technologischen Entwicklung
resultierenden Risiken besser erkannt und behandelt werden. Einen
weiteren Schwerpunkt bildete die nachhaltige Kreditvergabe: Sowohl
durch eine enge aufsichtliche Begleitung von Banken mit
überdurchschnittlich vielen notleidenden Krediten (NPL) als auch
durch Kommunikation klarer Erwartungshaltungen in Bezug auf
Kreditvergabestandards konnte die Aufsicht einen Beitrag zur Stärkung
einer nachhaltigen Kreditvergabe leisten. Zum 3. Quartal 2019 wiesen
nur mehr 29 der 579 konzessionierten Banken eine NPL-Quote von über
5% auf. Dies entspricht einer Halbierung der Anzahl allein in den
ersten neun Monaten des Vorjahres. In einem weiteren Schwerpunkt
wurde die Zusammenarbeit mit den Aufsichtsbehörden in Zentral-, Ost-
und Südosteuropa (CESEE) intensiviert, was die Qualität der
grenzüberschreitenden Aufsicht massiv gestärkt hat.

Die gesetzten Maßnahmen und Schwerpunkte, insbesondere aber die
daraus resultierenden Ergebnisse, belegen, wie hervorragend die
Zusammenarbeit zwischen den beiden Institutionen funktioniert. Die
produktive und effiziente Zusammenarbeit leistet einen wesentlichen
Beitrag zur Stabilität und Krisenfestigkeit des Finanzplatzes
Österreich.

Das MoU kann unter folgendem Link abgerufen werden:
www.oenb.at/finanzmarkt/bankenaufsicht/organisation-bankenaufsicht-oe
sterreich.html

Rückfragehinweis:
FMA
Klaus Grubelnik
Pressesprecher
(+43-1) 24959-6006
Mobil: (+43-676) 88249516

Oesterreichische Nationalbank
Dr. Christian Gutlederer
Pressesprecher
(+43-1) 404 20-6900
christian.gutlederer@oenb.at
www.oenb.at

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/156/aom

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OTS0177 2020-02-27/15:07

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