Wacker Neuson SE
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DGAP-News: Wacker Neuson erzielt im Geschäftsjahr 2019 neuen Rekordumsatz, Profitabilität unter Vorjahr (deutsch)

16.03.2020 um 07:00 Uhr

Wacker Neuson erzielt im Geschäftsjahr 2019 neuen Rekordumsatz, Profitabilität unter Vorjahr

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DGAP-News: Wacker Neuson SE / Schlagwort(e): Jahresergebnis
Wacker Neuson erzielt im Geschäftsjahr 2019 neuen Rekordumsatz,
Profitabilität unter Vorjahr

16.03.2020 / 07:00
Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.

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Wacker Neuson erzielt im Geschäftsjahr 2019 neuen Rekordumsatz,
Profitabilität unter Vorjahr

* Konzernumsatz wächst zweistellig auf 1.901,1 Mio. Euro (+11 Prozent)

* EBIT-Marge bei 8,1 Prozent (-1,4 Prozentpunkte)

* Vorratsabbau und Restrukturierung in Nordamerika belasten Profitabilität

* Kostenreduzierungs- und Effizienzsteigerungsprogramm über 50 Mio. Euro
initiiert

* Weitreichende Folgen der Ausbreitung des Coronavirus und der
eingeleiteten Schutzmaßnahmen verschiedener Staaten und Institutionen
derzeit nicht quantifizierbar

München, 16. März 2020 - Die Wacker Neuson Group, ein führender Hersteller
von Baugeräten und Kompaktmaschinen, konnte den Umsatz im Geschäftsjahr 2019
um 11,2 Prozent auf 1.901,1 Mio. Euro steigern (2018: 1.710,0 Mio. Euro).
Währungsbereinigt erreichte das Wachstum 9,8 Prozent. Das Geschäft legte in
allen Regionen und Geschäftsbereichen zu. Der Konzern profitierte dabei vor
allem von der positiven Marktlage der europäischen und nordamerikanischen
Bauwirtschaft sowie der hohen Nachfrage nach landwirtschaftlichen Maschinen
der Konzernmarken Kramer und Weidemann.

Martin Lehner, Vorstandsvorsitzender der Wacker Neuson SE: "Auch im
vergangenen Jahr konnten wir durch innovative Neuentwicklungen in vielen,
selbst schwierigen Märkten, Marktanteile gewinnen. Die hohe Nachfrage nach
unseren Produkten zeigt uns, dass wir die Bedürfnisse unserer Kunden treffen
und sie mit unserem Service überzeugen."

Profitabilität unter Vorjahr, Kostenreduzierungs- und
Effizienzsteigerungsprogramm beschlossen
Während der Konzern seine Umsatzprognose übertraf, konnten bei der
Profitabilität die gesteckten Ziele nicht erreicht werden. Das Ergebnis vor
Zinsen und Steuern (EBIT) ging um 5,7 Prozent auf 153,1 Mio. Euro zurück
(2018: 162,3 Mio. Euro). Die EBIT-Marge lag bei 8,1 Prozent (2018: 9,5
Prozent). Ursächlich für den Rückgang waren unter anderem Kürzungen der
Produktionsprogramme im Zusammenhang mit dem angestrebten Vorratsabbau.
Ebenfalls dämpfend wirkte die Restrukturierung des nordamerikanischen Werkes
in Menomonee Falls. Die beabsichtigte Ergebnisverbesserung konnte hier nicht
im geplanten Zeitraum realisiert werden. Im Zuge der Vorratsbereinigung kam
es außerdem insbesondere in Nordamerika und Skandinavien zu umfangreichen
Abverkäufen, was die Ergebnisentwicklung ebenfalls belastete. In Anbetracht
der schwächeren Profitabilität hat der Vorstand ein Kostenreduzierungs- und
Effizienzsteigerungsprogramm beschlossen, mit dem in den Jahren 2020 und
2021 schrittweise ein Potenzial von rund 50 Mio. Euro im Vergleich zum
Geschäftsjahr 2019 gehoben werden soll. Neben einer Erhöhung der
Produktivität in den Werken plant der Konzern unter anderem
effizienzsteigernde Anpassungen in der Vertriebsorganisation. Weitere
Maßnahmen sind die Reduktion von Material- und Bezugskosten sowie die
Optimierung der Outbound-Logistik.

Wilfried Trepels, Finanzvorstand der Wacker Neuson SE: "Mit unserer
Ergebnisentwicklung können wir nicht zufrieden sein. Das nun beschlossene
Programm wird dazu beitragen, die Profitabilität unseres Konzerns nachhaltig
zu verbessern und unsere in der Strategie 2022 festgelegten Ziele zu
erreichen."

Wachstum in allen Berichtsregionen
Europa blieb auch 2019 mit einem Anteil von 72,5 Prozent der Erlöse die
wichtigste Zielregion (2018: 73,0 Prozent). Hier steigerte der Konzern
seinen Umsatz um 10,4 Prozent auf 1.379,0 Mio. Euro (2018: 1.248,9 Mio.
Euro). Das Wachstum wurde dabei von der Mehrheit der europäischen Länder
getragen. In England wuchs der Konzern in einem schwierigen Marktumfeld
deutlich zweistellig und konnte mit dem neu entwickelten Dual View Dumper
Marktanteile gewinnen. Erfreulich entwickelte sich auch das Geschäft mit
landwirtschaftlichen Maschinen: Der Konzern verzeichnete hier mit seinen
Konzernmarken Kramer und Weidemann einen Umsatz von 310,2 Mio. Euro, ein
Plus von 21,2 Prozent (2018: 256,0 Mio. Euro).

In der Region Amerikas legte der Umsatz um 14,5 Prozent auf 459,5 Mio. Euro
zu (2018: 401,3 Mio. Euro). Währungsbereinigt lag das Plus bei 9,1 Prozent.
Der Konzern profitierte insbesondere von einer hohen Nachfrage nach
Produkten der Baustelleninfrastruktur. Infolge einer verbesserten
Marktdurchdringung konnte darüber hinaus der Absatz mit den in den USA
produzierten Kompaktladern sowie weiterer Kompaktmaschinen, darunter Bagger,
Dumper und Teleskoplader, ausgeweitet werden.

In Asien-Pazifik stieg der Umsatz um 4,7 Prozent auf 62,6 Mio. Euro (2018:
59,8 Mio. Euro). Die für den Konzern in der Region größten Märkte waren wie
im Vorjahr China und Australien. Beide Märkte waren 2019 von erhöhtem
Preisdruck gekennzeichnet.

Cashflow durch erhöhtes Net Working Capital belastet
Der operative Cashflow war mit -20,9 Mio. Euro erneut negativ (2018: -15,5
Mio. Euro). Ursächlich war im Wesentlichen der Anstieg des Net Working
Capital, dessen Komponenten Vorratsvermögen sowie Forderungen und
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen allesamt zu dem Anstieg
beitrugen. Absolut betrug das Net Working Capital zum Stichtag 811,7 Mio.
Euro (2018: 643,9 Mio. Euro), die Quote am Umsatz lag bei 42,7 Prozent
(2018: 37,7 Prozent). Der Ausbau des Händlernetzes in Nordamerika und
Investitionen in das zukünftige Wachstum des Konzerns hatten ebenfalls einen
negativen Effekt auf die Entwicklung des Cashflow. Der Free Cashflow lag im
Geschäftsjahr 2019 bei -115,7 Mio. Euro (2018: -0,3 Mio. Euro). Im Vorjahr
hatte sich der Verkauf einer Immobiliengesellschaft des Konzerns mit einem
Mittelzufluss von 60,0 Mio. Euro einmalig positiv ausgewirkt.

Im Rahmen der Strategie 2022 strebt die Wacker Neuson Group eine Net Working
Capital-Quote von kleiner oder gleich 30 Prozent an. Um die
Vorratsreichweite auf rund 125 Tage zu senken, nahm der Konzern im Jahr 2019
umfangreiche Anpassungen seiner Planungsprozesse und der hiermit verbundenen
Systeme vor. Mitte 2020 folgt mit der Einführung einer neuen Softwarelösung
ein entscheidender Schritt zu einer konzernweit integrierten Vertriebs-,
Produktions- und Bestandsplanung. Um auch die Forderungsreichweite
nachhaltig zu reduzieren, plant der Konzern den Ausbau der Zusammenarbeit
mit externen Finanzierungspartnern - insbesondere bei der Expansion in
Nordamerika.

Zielgerichtete Schritte der Strategie 2022 umgesetzt
Die im März 2018 vorgestellte mittelfristige Konzernstrategie der Wacker
Neuson Group hat das Ziel, das Unternehmen kompromisslos an den Bedürfnissen
der Kunden auszurichten. Angelehnt an die drei strategischen Pfeiler
"Fokussierung", "Beschleunigung" und "Exzellenz" soll sich der Konzern zu
einem schlanken und agil aufgestellten Unternehmen entwickeln und so seine
Marktposition nachhaltig weiter ausbauen. Im Geschäftsjahr 2019 wurden
hierzu weitere wesentliche Schritte umgesetzt: Mit der Schließung des
Produktionswerkes im brasilianischen Itatiba konzentrierte der Konzern
seinen Werksverbund weiter auf die definierten Kernregionen. Außerdem wurde
die Produktion von Komplementärprodukten wie Pumpen, tragbaren Generatoren
und Flügelglättern ausgelagert bzw. verkauft. Um steigenden
Kundenerwartungen im Bereich der digitalen Dienstleistungen Rechnung zu
tragen, wurden 2019 digitale Lösungen wie das Serviceangebot "WeCare" und
das aktive Flottenmanagement via Telematik "EquipCare" eingeführt bzw.
ausgebaut. Durch die Ergänzung traditioneller Produkte mit innovativen
Geschäftsmodellen wandelt sich die Wacker Neuson Group vom Maschinenbauer
zum zukunftsfähigen Full-Service-Lösungsanbieter. Beim Ausbau des
Händlernetzwerkes in Nordamerika erzielte der Konzern 2019 weitere
Fortschritte.

Dividendenvorschlag
Vorstand und Aufsichtsrat werden der ordentlichen Hauptversammlung am 27.
Mai 2020 vorschlagen, eine Dividende von 0,60 Euro je Aktie auszuschütten
(2019: 0,60 Euro zzgl. 0,50 Euro Sonderdividende im Zusammenhang mit dem
Verkauf einer Immobiliengesellschaft des Konzerns).

Ausblick 2020
Zu Beginn des Jahres 2020 lag der Auftragseingang unter der starken
Vergleichsbasis des Vorjahres. Große Unsicherheit besteht hinsichtlich der
weiteren Ausbreitung des Coronavirus und der damit verbundenen Auswirkungen
auf die Kundennachfrage sowie die globalen Lieferketten des Konzerns. Der
Vorstand geht davon aus, dass die für das Jahr 2020 ursprünglich geplanten
Produktionszahlen aufgrund von Engpässen in den Lieferketten teilweise nicht
erreicht werden können. Des Weiteren ist von einer empfindlichen Schwächung
einzelner Absatzmärkte auszugehen.

Am 9. März 2020 hat der Vorstand daher folgende zurückhaltende Prognose
beschlossen: Für das Geschäftsjahr 2020 wird mit einem Umsatz zwischen 1.700
und 1.900 Mio. Euro gerechnet. Die EBIT-Marge wird dabei in einer Spanne von
6,5 bis 8,5 Prozent erwartet. Die angegebenen Bandbreiten sind aufgrund der
derzeit bestehenden Unsicherheiten dabei deutlich größer als im Vorjahr.

Seit der Verabschiedung dieser Prognose und der bilanzfeststellenden
Aufsichtsratssitzung hat sich die Situation um die Ausbreitung des
Coronavirus deutlich verschärft. Die weitreichenden Folgen sowie die immer
drastischeren Schutzmaßnahmen verschiedener Staaten und Institutionen sind
derzeit nicht quantifizierbar und somit nicht Teil der oben beschriebenen
Prognose.

Das Unternehmen hat eine standortübergreifende Task-Force eingerichtet,
welche die Entwicklungen genau verfolgt. Oberstes Ziel ist die Koordination
von Maßnahmen, welche die Gesundheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im
Konzern bestmöglich schützen. Des Weiteren ist ein Zirkel aus
Führungskräften der Bereiche Einkauf, Produktion und Vertrieb definiert, der
die operativen Auswirkungen auf die Geschäftslage der Wacker Neuson Group
versucht zu bewerten, mildernde Maßnahmen definiert und deren
Implementierung steuert.

Ungeachtet dieser Risiken und Unsicherheiten, sieht der Vorstand den
langfristigen Trend hin zu kompakten Maschinen für die Bau- und
Landwirtschaft ungebrochen. Der Konzern profitiert hier von globalen
Megatrends wie dem Wachstum der Weltbevölkerung, der Urbanisierung und dem
wachsenden Klimabewusstsein, welche die Nachfrage nach kompakten und
umweltfreundlichen Maschinen nachhaltig treiben. Dank der soliden
Finanzierung sowie der starken Positionierung in vielen Märkten, sieht der
Vorstand die mittelfristige Entwicklung des Konzerns nach wie vor positiv
und bestätigt seine in der Strategie 2022 formulierten Ziele.

Kennzahlen der Wacker Neuson Group

in Mio. Euro 2019 2018 Veränderung
Umsatz 1.901,1 1.710,0 +11 Prozent
EBIT 153,1 162,3 -6 Prozent
EBIT-Marge in Prozent 8,1 9,5 -1,4 PP
Periodenergebnis (bereinigt)1 88,5 144,6 -39 (-10)
(98,8) Prozent
Ergebnis je Aktie in EUR (bereinigt)1 1,26 2,06 -39 (-11)
(1,41) Prozent
1 Bereinigt um den Verkauf einer
Immobiliengesellschaft des Konzerns.
Ansprechpartner:
Christopher Helmreich
Head of Investor Relations
Wacker Neuson SE
Preußenstraße 41
80809 München
Tel.: +49 - (0)89 - 354 02 - 427
christopher.helmreich@wackerneuson.com
www.wackerneusongroup.com

Der vollständige Geschäftsbericht der Wacker Neuson Group für das
Geschäftsjahr 2019 ist unter folgendem Link verfügbar:
www.wackerneusongroup.com/investor-relations/finanzberichte-praesentationen/2019
Bildmaterial der Wacker Neuson Group ist verfügbar unter:
https://wackerneusongroup.com/news-media/pressebilder

Die Wacker Neuson Group ist ein international tätiger Unternehmensverbund
mit über 50 Tochterunternehmen und 150 eigenen Vertriebs- und
Servicestationen. Als ein führender Hersteller von Baugeräten und
Kompaktmaschinen bietet der Konzern seinen Kunden weltweit ein breites
Produktprogramm, umfangreiche Service- und Dienstleistungsangebote sowie
eine leistungsfähige Ersatzteilversorgung. Zur Wacker Neuson Group gehören
die Produktmarken Wacker Neuson, Kramer und Weidemann. Das Leistungsangebot
richtet sich vor allem an Kunden aus dem Bauhauptgewerbe, dem Garten- und
Landschaftsbau, der Landwirtschaft, den Kommunen und der Recyclingbranche
sowie an Bahnbetriebe und Industrieunternehmen. Der Konzern erzielte im Jahr
2019 einen Umsatz von 1,9 Mrd. Euro und beschäftigt über 6.000 Mitarbeiter
weltweit. Die Aktie der Wacker Neuson SE wird im regulierten Markt (Prime
Standard) der Frankfurter Wertpapierbörse gehandelt (ISIN: DE000WACK012,
WKN: WACK01) und ist im SDAX der Deutschen Börse gelistet.

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997255 16.03.2020

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