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VIRUS/Spaniens Ministerpräsident Sánchez warnt: 'Die EU ist in Gefahr'

09.04.2020 um 10:46 Uhr

MADRID (dpa-AFX) - Der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez hat eindringlich vor einem Auseinanderfallen der Europäischen Union in der Folge der Corona-Krise gewarnt. "Die EU ist in Gefahr, wenn es keine Solidarität gibt", sagte der sozialistische Politiker am Donnerstag im Parlament in Madrid.

Spanien und weitere Länder der Union fordern gemeinsame Anleihen - sogenannte Corona-Bonds - zur Bewältigung der wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie. Deutschland und andere Staaten sind dagegen. Die EU-Staaten wollten am Donnerstagabend erneut versuchen, ein milliardenschweres Rettungspaket gegen die Krise zu schnüren.

Im Madrider "Congreso de los Diputados" wurde am Donnerstag über den Antrag der Regierung debattiert, den seit dem 15. März geltenden Alarmzustand samt strenger Ausgangsbeschränkungen um weitere zwei Wochen bis 00.00 Uhr am 26. April zu verlängern. Nach der Debatte sollte über den Antrag abgestimmt werden. Es galt als sicher, dass auch die meisten Abgeordneten der Opposition dafür votieren würden.

Mit rund 150 000 Infektionsfällen und fast 15 000 Toten ist Spanien eines der vom Virus Sars-CoV-2 am schwersten betroffenen Länder weltweit. Im Land sei die Pandemie nun "dank des Alarmzustandes unter Kontrolle", versicherte Sánchez im Parlament. Die Rückkehr zur Normalität müsse dennoch "schrittweise" und "sehr vorsichtig" erfolgen. "Schon ein kleiner Fehler kann einen Rückfall auslösen", sagte er./er/DP/mis

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