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ROUNDUP/dpa-Gruppe: Jahresumsatz übersteigt erstmals 140 Millionen Euro

18.08.2020 um 13:46 Uhr

HAMBURG (dpa-AFX) - Die Unternehmensgruppe um die Deutsche Presse-Agentur hat inmitten des digitalen Wandels in der Medienbranche erneut steigende Einnahmen verbucht. Der Gesamtumsatz der dpa-Gruppe kletterte 2019 erstmals auf 142,5 Millionen Euro, wie die größte Nachrichtenagentur Deutschlands am Dienstag zur 71. Gesellschafterversammlung in Hamburg mitteilte. 2018 waren es noch 139,8 Millionen Euro.

Die Kerngesellschaft dpa GmbH hielt in einem Marktumfeld mit sinkenden Auflagen von Presseprodukten den Umsatz mit 92,9 Millionen Euro auf nahezu demselben Niveau des Vorjahres. Der Gewinn ging in diesem Konzernbereich von 1,5 Millionen Euro auf 1,3 Millionen Euro zurück. Einen wichtigen Beitrag zum Gruppenergebnis steuerten die Tochterunternehmen bei: die dpa-infocom GmbH mit ihren Digitalprodukten, die news aktuell GmbH, die auf Lösungen für Kommunikationsabteilungen und PR-Agenturen spezialisiert ist, und die dpa picture alliance GmbH mit visuellen Inhalten.

dpa-Geschäftsführer Peter Kropsch sagte: "Die vorliegenden Ergebnisse sind ein solides Fundament, auf dem wir die aktuellen Corona-Herausforderungen meistern können." Zugleich betonte er: "Wachsamkeit und Vorsicht stehen jedoch in diesen und in den kommenden Wochen weiterhin oben auf der Agenda - ohne allerdings von unserer Linie abzuweichen."

dpa-Chefredakteur Sven Gösmann sagte: "In Corona-Zeiten hat die dpa mit ihrem vielfältigen Angebot gezeigt, welchen außerordentlichen Stellenwert sie einnimmt. Sie war und ist ein entscheidender Faktor für die erfolgreiche Berichterstattung unserer Kunden." Fast die komplette Belegschaft der dpa-Gruppe ging von Mitte März an wegen der Pandemie ins mobile Arbeiten. Die redaktionelle Produktion konnte den Konzernangaben zufolge sogar gesteigert werden. Bisher sei die dpa gut durch die Krise gekommen. Im Konzern waren 2019 durchschnittlich rund 1250 Mitarbeiter beschäftigt, darunter mehr als 670 im Kerngeschäft Nachrichtenagentur.

Die dpa-Gruppe integrierte vor einigen Monaten die Videonachrichtenagentur TeleNewsNetwork (TNN). Zudem stieg die dpa in den Podcast-Markt ein und produziert im Kundenauftrag journalistische Formate. Chefredakteur Gösmann betonte, es sei gelungen, "die Agentur auf den wichtigen Wachstumsmärkten Video und Audio voranzubringen".

Als wichtige Weichenstellung im vergangenen Jahr zählte die Gruppe ein neues Preismodell auf. Vor einiger Zeit startete zudem der digitale Marktplatz "dpa-ID" für Inhalte und Services samt App und dpa-ID-Partnerprogramm. Hinter dem Ganzen steht ein übergreifender Plattformgedanke: Auch externe Unternehmen sollen auf dem Marktplatz präsent sein können.

Am Dienstag wurde auch bekannt, dass Silke Brüggemeier zum 1. Januar 2021 stellvertretende Chefredakteurin der dpa wird. Damit gibt es dann insgesamt vier stellvertretende Chefredakteurinnen bei der Nachrichtenagentur. Die 46-Jährige arbeitet seit vielen Jahren bei der "Bild"-Zeitung und ist dort amtierende Fotochefin. Bei dpa wird Brüggemeier für den Fotobereich und den im Ausbau befindlichen Videobereich zuständig sein.

Es gibt auch Neuerungen im dpa-Aufsichtsrat. So wurden mehrere Mitglieder des Gremiums für weitere dreijährige Amtszeiten wiedergewählt. Darunter ist David Brandstätter ("Main-Post", Würzburg), der das Gremium als Vorsitzender seit 2014 leitet. Torsten Rossmann (WeltN24, Berlin) legte zugleich sein Mandat als Aufsichtsratsmitglied nieder, wie es von der dpa-Gruppe weiter hieß. Neues kooptiertes Mitglied werde Christian Nienhaus (Axel Springer , Berlin).

Die Deutsche Presse-Agentur (dpa) besteht seit mehr als 70 Jahren, 1949 wurde sie gegründet. Weltweit gehört sie zu den führenden unabhängigen Nachrichtenagenturen und beliefert Medien, Unternehmen und Organisationen mit redaktionellen Angeboten. Dazu zählen Texte, Fotos, Videos, Grafiken, Hörfunkbeiträge und andere Formate. Gesellschafter sind annähernd 180 deutsche Medienunternehmen. Die Redaktion arbeitet unabhängig von Weltanschauungen, Wirtschaftsunternehmen oder Regierungen. Die Zentralredaktion befindet sich in Berlin, die Geschäftsführung ist am Unternehmenssitz in Hamburg tätig./rin/DP/men

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