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AKTIEN IM FOKUS: Fusionsgespräche in Spanien beflügeln europäische Banken

04.09.2020 um 12:57 Uhr

MADRID/PARIS/FRANKFURT (dpa-AFX) - Fusionsgespräche zweier spanischer Banken haben am Freitag der gesamten Branche Auftrieb gegeben. Sowohl das staatlich gestützte Geldinstitut Bankia als auch Konkurrent CaixaBank bestätigten Gespräche über einen möglichen Zusammenschluss zu einem neuen nationalen Marktführer. Bei Analysten stießen die Überlegungen auf ein positives Echo.

Die Aktien von Bankia schossen bis auf 1,39 Euro hoch, was den höchsten Stand seit Anfang März bedeutete - zuletzt verbuchten sie ein Plus von knapp 28 Prozent auf 1,32 Euro. Bei der CaixaBank reichte es für einen Kurssprung von fast 14 Prozent.

Auch europaweit waren Bankenaktien gefragt. In der Stoxx-600-Übersicht war der entsprechende Branchenindex mit einem Anstieg um 2,7 Prozent Spitzenreiter. Die Deutsche Bank und die Commerzbank führten mit Kurszuwächsen von knapp fünf beziehungsweise fast sieben Prozent die Gewinnerlisten in Dax und MDax an. Im EuroStoxx 50 waren Titel wie die spanischen Branchenvertreter BBVA und Santander , die bisher den dortigen Markt dominieren, sowie die französischen Konkurrenten Societe Generale und BNP Paribas ganz vorne zu finden.

Bei den Gesprächen gehe es um eine mit Aktien bezahlte Fusion, erklärte die in Barcelona ansässige CaixaBank. Es sei aber noch keine Einigung erreicht worden. Vom Madrider Konkurrenten Bankia hieß es, die Gespräche hätten vorläufigen Status. Ein Zusammenschluss beider Banken würde faktisch eine Übernahme von Bankia durch die deutlich größere CaixaBank bedeuten - das belegen auch die unterschiedlich hohen Kursgewinne.

Bankenexperte Benjie Creelan-Sandford vom Analysehaus Jefferies zeigte sich von den Fusionsgesprächen überrascht. Er sieht in einem Zusammengehen ein hohes Einsparpotenzial. So lägen 80 Prozent der Bankia-Filialen weniger als einen Kilometer von der nächsten Geschäftsstelle der CaixaBank entfernt. Andererseits dürfte die Fusion aber einiges Kapital absorbieren. Eine Analystin ergänzte, dass die Führungsposition der CaixaBank im Versicherungsbereich und die starke Kapitalausstattung von Bankia gut zueinander passen würden.

Einem Bericht der Zeitung "El Confidencial" zufolge würde der Staat an dem fusionierten Institut rund 14 Prozent halten. Spanien hatte Bankia 2012 wegen der hohen Last von faulen Immobilienkrediten mit vielen Milliarden gerettet. Bis 2021 muss die Regierung ihre Anteile (knapp 62%) wieder loswerden. Das Wirtschaftsministerium teilte mit, dass der staatliche Rettungsfonds Frob einen möglichen Zusammenschluss der Bankia mit der Caixabank prüfen werde./gl/ajx/stk

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