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DGAP-News: Hannover Rück wächst bei verbesserten Preisen in der Vertragserneuerung zum 1. Januar und bestätigt Ausblick für 2021 (deutsch)

04.02.2021 um 07:30 Uhr

Hannover Rück wächst bei verbesserten Preisen in der Vertragserneuerung zum 1. Januar und bestätigt Ausblick für 2021

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DGAP-News: Hannover Rück SE / Schlagwort(e): Sonstiges
Hannover Rück wächst bei verbesserten Preisen in der Vertragserneuerung zum
1. Januar und bestätigt Ausblick für 2021

04.02.2021 / 07:30
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Unternehmensmeldung

Hannover Rück wächst bei verbesserten Preisen in der Vertragserneuerung zum
1. Januar und bestätigt Ausblick für 2021

* Erneuerung zum 1. Januar 2021 mit währungskursbereinigter

* Prämiensteigerung von 8,5 %

* Nordamerika, Großbritannien sowie Spezialsparten mit besonders
deutlichen Preissteigerungen

* Rückversicherer profitieren bei proportionalen Deckungen von deutlichen
Preiserhöhungen in der Erstversicherung

* Durchschnittlicher Preisanstieg des erneuerten Geschäfts von 5,5 %

* Weitere Verbesserungen bei Preisen und Konditionen im Jahresverlauf zu
erwarten

* Ausblick für 2021 bestätigt - Konzerngewinn von 1,15 Mrd. EUR bis 1,25
Mrd. EUR

* Konzerngewinn 2020 erreicht auf Basis vorläufiger Eckzahlen 883 Mio. EUR

Hannover, 4. Februar 2021: Die Hannover Rück hat in der Vertragserneuerung
zum 1. Januar 2021 ein währungskursbereinigtes Prämienwachstum in der
traditionellen Schaden-Rückversicherung von 8,5 % verzeichnet. Dabei konnte
ein Preisanstieg des erneuerten Geschäfts von 5,5 % erreicht werden.
Haupttreiber für diese Preisentwicklung waren neben erneut hohen Groß- und
Frequenzschäden in unterschiedlichen Regionen auch das niedrigere Zinsumfeld
und die Unsicherheiten über den weiteren Verlauf der Covid-19-Pandemie.

"Wir blicken auf eine insgesamt sehr zufriedenstellende
Vertragserneuerungsrunde zurück. Die Preisdynamik des vergangenen Jahres hat
sich in der Erneuerungsrunde zum 1. Januar fortgesetzt. Die nachhaltige
Trendwende bei den Preisen hält an", sagte Jean-Jacques Henchoz,
Vorstandsvorsitzender der Hannover Rück. "Wir konnten über alle Sparten und
Regionen hinweg weitere Verbesserungen bei Preisen und Konditionen in
unterschiedlicher Ausprägung durchsetzen. Gerade in Krisenzeiten sind
kapitalstarke Rückversicherer wie wir besonders gefragt."

Vom Prämienvolumen des Vorjahres auf Zeichnungsjahrbasis von 11.531 Mio. EUR
in der traditionellen Schaden-Rückversicherung standen zum 1. Januar 2021
Verträge mit einem Prämienvolumen von 7.753 Mio. EUR oder 67 % des Geschäfts
zur Erneuerung an. Hiervon wurden 7.018 Mio. EUR verlängert und 735 Mio. EUR
gekündigt oder in veränderter Form erneuert. Inklusive der Zuwächse von
1.396 Mio. EUR aus neuen Verträgen sowie aus veränderten Preisen und
Anteilen lag das erneuerte Prämienvolumen bei 8.414 Mio. EUR.

In der Erneuerung wuchs die proportionale Rückversicherung um
8,3 % und erreichte ein erneuertes Prämienvolumen von 6.329 Mio. EUR. Der
Preisanstieg belief sich hier auf 4,4 %. Das erneuerte Prämienvolumen in der
nicht-proportionalen Rückversicherung wuchs um 9,3 % auf 2.085 Mio. EUR. Der
Preisanstieg betrug 8,8 %.

Regionale Märkte: Deutliche Zuwächse insbesondere in Nordamerika und
Großbritannien
In der Berichtskategorie Amerika, die Nord- und Lateinamerika umfasst, stieg
das Prämienvolumen in der Erneuerung um 15,3 %. Nordamerika verzeichnete
dabei erneut ein deutliches Prämienwachstum, das durch den Ausbau von
Kundenbeziehungen und einer Verhärtung der Marktkonditionen geprägt war. Die
Ratensteigerungen im Erstversicherungsgeschäft in fast allen Sparten als
auch die Verbesserung der Rückversicherungskonditionen werden sich positiv
auf die Ertragslage im Kalenderjahr 2021 auswirken. Die Hannover Rück
rechnet auch für die noch unterjährig anstehenden Erneuerungen mit weiteren
Geschäftsmöglichkeiten, da die Erstversicherer vermehrt hochwertige
Rückversicherungskapazität nachfragen. Insbesondere für die Sachversicherung
mit Betriebsunterbrechungsdeckungen, aber auch in anderen Sparten, wurden
Deckungen und Ausschlüsse für Pandemie- und Cyber-Risiken konkretisiert.

Trotz der aktuellen Pandemie wachsen die Märkte in Lateinamerika weiterhin
stark in den jeweiligen Originalwährungen. Die Rückversicherungskonditionen
haben sich insbesondere in Brasilien und Chile weiter verhärtet. Für 2021
erwartet die Hannover Rück, dass sich hier der Trend der Verbesserungen
weiter fortsetzen wird.

In der Region Asien-Pazifik konnte die Hannover Rück das Prämienvolumen mit
einem Wachstum von 4,1 % leicht steigern und gleichzeitig die Ertragskraft
steigern. Die Märkte zeigten sich während der Erneuerungsverhandlungen sehr
heterogen und waren nicht einheitlich durch deutliche
Konditionsverbesserungen geprägt. In China lag der Fokus nach Jahren sehr
starken Wachstums auf dem profitablen Ausbau des bereits bestehenden
Portfolios. In Südostasien stieg das Prämienvolumen nochmals um mehr als 20
%. In Korea ist ebenfalls eine signifikante Steigerung der Prämieneinnahmen
gelungen, wobei sich die Bedingungen nachhaltig verbessert haben.

Das Prämienvolumen für die Berichtskategorie Europa, Naher Osten und Afrika
wuchs um 10,6 %. In Kontinentaleuropa hat die Hannover Rück durch die starke
Fokussierung auf profitables Geschäft ihr Prämienvolumen reduziert. Die
Nachfrage nach Rückversicherung war in der gesamten Region weiterhin hoch.
Das Preisniveau stieg vor allem in schadenbetroffenen Programmen abermals
stark an.

Das Geschäft in Deutschland, Schweiz, Österreich und Italien konnte
erfolgreich ausgebaut werden. Die innerhalb der Hannover Rück für
Deutschland zuständige Tochtergesellschaft E+S Rückversicherung AG konnte
ihre führende Position weiter stärken und insgesamt verbesserte Preise und
Konditionen erzielen. Insbesondere bei schadenbelasteten Programmen mit
Schwerpunkten in Gewerbe und Industrie wurden dabei in der Sach-Sparte
deutliche Verbesserungen erzielt. In der Kfz-Rückversicherung blieben die
Preise trotz des pandemiebedingt rückläufigen Verkehrsaufkommens und
entsprechend geringerer Schäden stabil. Das Ratenniveau ist in diesem
Segment weiter auskömmlich.

Im Geschäft in Großbritannien, Irland und im Londoner Markt waren deutliche
Verbesserungen bei Preisen und Konditionen zu erzielen. Dies betraf sowohl
nicht-proportionales Motorgeschäft als auch Naturkatastrophenrisiken. Die
Preise in den Haftpflichtsparten stiegen vor dem Hintergrund der
originalseitigen Veränderungen ebenfalls deutlich an. Neben den
beschriebenen Verbesserungen der Konditionen wurden die Bedingungswerke für
verschiedene Sparten mit Ausschlüssen für Cyber- und Pandemierisiken
versehen. Zudem trugen erhöhte Selbstbehalte der Kunden zu einer
Verbesserung der Qualität des Portefeuilles bei.

Globale Märkte: Deutliche Zuwächse insbesondere bei Luftfahrt und Transport
In der Luftfahrt- und Transportrückversicherung wuchs das Prämienvolumen um
8,2 %. In der Luftfahrtrückversicherung hat sich das Marktumfeld auch
aufgrund der Verschlechterung eines Großschadens weiterhin zugunsten der
Rückversicherer verbessert. Der negative Einfluss auf das Prämienvolumen
durch zum Teil deutlich geringere Aktivitäten im Luftfahrtbereich aufgrund
von Covid-19 konnte durch diese Entwicklung begrenzt werden. Begünstigt
durch ein sich deutlich verhärtendes Erstversicherungsumfeld konnte der
Markt für Transportrückversicherung diesem Trend folgen. Trotz weiterhin
intensiven Wettbewerbs und existierender Kapazitäten konnte ein besseres
Preis- und Risikogefüge sowohl im Transport- als auch Meerestechniksegment
erzielt werden.

In der Sparte Kredit, Kaution und politische Risiken wirkten sich bislang
keine pandemiebedingten Insolvenzen aufgrund staatlicher
Unterstützungsmaßnahmen aus. Das Prämienvolumen stieg um 5,3 %, sowohl dank
des Ausbaus bestehender Geschäftsbeziehungen als auch dank der Gewinnung
neuer Kunden. Die Konditionen zeigten sich sichtbar verbessert.

Im Naturkatastrophengeschäft ließen sich leicht verbesserte Preise und
Konditionen erzielen. Im US-Naturkatastrophengeschäft waren insbesondere bei
schadenbelasteten Programmen Preissteigerungen von rund 10 % möglich. In
Europa waren größtenteils nur in schadenbetroffenen Programmen deutliche
Preiserhöhungen erzielbar. Für schadenfreie Programme blieben die Preise
stabil bis leicht erhöht. In Summe zeigte sich aber auch hier ein im
Vergleich zur Vorjahreserneuerung verbessertes Ratenniveau.

In der strukturierten Rückversicherung, die ganzjährig erneuert wird, war
weltweit eine höhere Nachfrage nach solvenzentlastenden
Rückversicherungslösungen zu verzeichnen.

Auch in der fakultativen Rückversicherung wird verstärkt Wert auf einen
hochwertigen Versicherungsschutz gelegt. Hier haben sich in fast allen
Regionen und Sparten die Preise und Konditionen verbessert und das
Prämienvolumen konnte gesteigert werden.

Ausblick für 2021 bestätigt
"Der positive Trend aus der Erneuerungsrunde zum 1. Januar sollte sich auch
in den unterjährigen Erneuerungsrunden fortsetzen", sagte Henchoz. "Die
deutlichen Preissteigerungen, die wir auf der Erstversicherungsseite in
vielen Sparten sehen, werden sukzessive auch die Raten in der
Rückversicherung unterstützen. Hier profitieren wir direkt über
proportionale Deckungen."

Wie bereits im November mitgeteilt, erwartet die Hannover Rück für das
Geschäftsjahr 2021 einen Konzernüberschuss von 1,15 Mrd. EUR bis 1,25 Mrd.
EUR. Auf Basis konstanter Währungskurse sollte das Wachstum der
Konzernbruttoprämie rund 5 % betragen und die Kapitalanlagerendite bei rund
2,4 % liegen.

Alle Aussagen zu zukünftigen Zielen stehen wie üblich unter dem Vorbehalt,
dass die Großschadenbelastung im Rahmen des Erwartungswerts von 1,1 Mrd. EUR
bleibt und dass es zu keinen unvorhergesehenen negativen Entwicklungen an
den Kapitalmärkten kommt. Auch die Dividendenpolitik wird wie in den
Vorjahren unverändert fortgeführt.

Vorläufige Eckzahlen für das Geschäftsjahr 2020
Der Konzernüberschuss der Hannover Rück erreichte im Geschäftsjahr 2020 auf
Basis vorläufiger Eckzahlen einen Wert von 883 Mio. EUR (1,28 Mrd. EUR). Die
Bruttoprämie stieg währungskursbereinigt um rund 12 % auf 24,8 Mrd. EUR
(22,6 Mrd. EUR). Die Kapitalanlagerendite aus selbstverwalteten
Kapitalanlagen für das abgelaufene Geschäftsjahr belief sich auf 3,0 %. Die
kombinierte Schaden-Kostenquote verschlechterte sich auf 101,6 % (98,2 %)
und liegt damit über dem Zielwert von maximal 97 % für das Gesamtjahr.

"Unser äußerst robustes Ergebnis im Pandemiejahr 2020 zeigt, dass wir mit
unserem diversifizierten Geschäftsmodell, unserem Risikomanagement und
unserer Kapitalstärke solche Extremsituationen gut meistern können", sagte
Henchoz. "Wir sind gut aufgestellt, um unsere Ziele für das Geschäftsjahr
2021 zu erreichen."

Die Hannover Rück veröffentlicht ihren testierten Jahresabschluss am 11.
März 2021.

Die Hannover Rück ist mit einem Bruttoprämienvolumen von mehr als 24 Mrd.
EUR der drittgrößte Rückversicherer der Welt. Sie betreibt alle Sparten der
Schaden- und Personen-Rückversicherung und ist mit mehr als 3.000
Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auf allen Kontinenten vertreten. Gegründet
1966, umfasst der Hannover Rück-Konzern heute mehr als 150
Tochtergesellschaften, Niederlassungen und Repräsentanzen weltweit. Das
Deutschland-Geschäft wird von der Tochtergesellschaft E+S Rück betrieben.
Die für die Versicherungswirtschaft wichtigen Ratingagenturen haben sowohl
Hannover Rück als auch E+S Rück sehr gute Finanzkraft-Bewertungen zuerkannt:
Standard & Poor's AA- "Very Strong" und A.M. Best A+ "Superior".

Bitte beachten Sie den Haftungshinweis unter:
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Kontakt

Corporate Communications:
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karl.steinle@hannover-re.com

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Hannover; Freiverkehr in Berlin, Düsseldorf, Hamburg,
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1165514 04.02.2021

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