BOMBARDIER INC.
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Alstom setzt sich nach Bombardier-Übernahme neue Wachstumsziele

06.07.2021 um 09:30 Uhr

PARIS (dpa-AFX) - Der Bahntechnikkonzern Alstom hat sich nach der Übernahme der Bombardier-Zugsparte neue Wachstumsziele gesetzt. Bis zum GeschĂ€ftsjahr 2024/25 (per Ende MĂ€rz) soll der Umsatz im Schnitt um 5 Prozent jĂ€hrlich steigen, teilte der französische Siemens -Konkurrent am Montagabend im Vorfeld seines Kapitalmarkttages mit. Damit werde Alstom schneller wachsen als die Branche, hieß es. Die bereinigte operative Marge (Ebit) soll ab 2024/25 zwischen 8 und 10 Prozent betragen. Als Wachstumstreiber sehen die Franzosen insbesondere die Signaltechnik und das DienstleistungsgeschĂ€ft. AktionĂ€re sollen 25 bis 35 Prozent des Gewinns als Dividende erhalten.

Alstom hatte die milliardenschwere Übernahme Ende Januar abgeschlossen und will damit dem chinesischen WeltmarktfĂŒhrer CRRC die Stirn bieten. Durch den Zusammenschluss erzielt der Hersteller der TGV-HochgeschwindigkeitszĂŒge kĂŒnftig 70 Prozent seiner UmsĂ€tze in Nordamerika und Europa, zwei Regionen, die von hohen Investitionen der öffentlichen Hand in die Infrastruktur profitieren dĂŒrften. In Europa stĂ€rkt Alstom durch die Übernahme insbesondere das GeschĂ€ft in Deutschland. Das neue Unternehmen kommt nun auf einen Pro-forma-Umsatz von rund 14 Milliarden Euro (2020/21) und rund 70 000 BeschĂ€ftigte. Konkurrent Siemens Mobility liegt mit einem Umsatz von 9,1 Milliarden Euro deutlich dahinter.

Die Synergieziele bestĂ€tigten die Franzosen. Die Integration verlaufe nach Plan. Das neue GeschĂ€ftsjahr 2021/22 werde ein Übergangsjahr, in dem die Stabilisierung problematischer Bombardier-Projekte im Fokus stehe. Alstom rechnet in der ersten JahreshĂ€lfte mit einem Mittelabfluss (Cashflow) von bis zu 1,9 Milliarden Euro, im zweiten Halbjahr soll wieder ein Mittelzufluss erreicht werden. Nichtsdestotrotz dĂŒrfte im gesamten GeschĂ€ftsjahr ein signifikanter negativer Cashflow verzeichnet werden.

Alstom hatte im vergangenen GeschĂ€ftsjahr erheblich unter der Corona-Krise gelitten. Bestellungen, Umsatz und Gewinn waren deutlich zurĂŒckgegangen.

In einer ersten Reaktion nannte das Analysehaus Jefferies die Ziele solide, monierte aber die zu erwartenden hohen MittelabflĂŒsse im laufenden GeschĂ€ftsjahr.

Siemens hatte Ende Juni ebenfalls die Investoren auf ehrgeizige Wachstumsziele eingeschworen. FĂŒr die Zugsparte mit seinem Flaggschiff, dem ICE, kĂŒndigte der MĂŒnchner Konzern ein vergleichbares Umsatzwachstum in den kommenden drei bis fĂŒnf Jahren von 5 bis 8 Prozent jĂ€hrlich an. Das Margenziel wurde auf 10 bis 13 Prozent erhöht.

Vor rund zwei Jahren war eine zunĂ€chst geplante Fusion zwischen Alstom und der Zugsparte von Siemens am Widerstand der EU-WettbewerbshĂŒter gescheitert./nas/mne/eas

BOMBARDIER INC. Chart
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