Bayerische Motoren Werke AG
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ROUNDUP: BMW startet Serienproduktion des 'Tesla-Fighters' i4

22.10.2021 um 17:11 Uhr

MÜNCHEN (dpa-AFX) - Drei Monate nach dem Elektro-SUV iX hat BMW auch die Serienproduktion des vollelektrischen BMW i4 gestartet. Im Stammwerk MĂŒnchen lief am Freitag das erste Fahrzeug vom Band. "Wir kommen genau in die Nische rein, die auch Tesla mit seinem Angebot bedient", sagte Produktionsvorstand Milan Nedeljkovic.

Der vollelektrische i4 lĂ€uft in MĂŒnchen vom selben Band wie die 3er und 4er mit Benzin-, Diesel- und Hybridantrieb. Die Fahrzeuge unterscheiden sich vor allem durch den Elektroantrieb und die Batterie. Im Karosseriebau werden 90 Prozent der bestehenden Produktionsanlagen auch fĂŒr den i4 genutzt.

Der 3er BMW ist das volumenstĂ€rkste Modell des Konzerns. BMW hat dieses Jahr bis Ende September rund 390 000 Autos der 3er- und der daraus abgeleiteten 4er-Reihe verkauft. Tesla zielt mit seinem vollelektrischen Model 3 auf die gleichen KĂ€ufergruppen und hat im selben Zeitraum rund 614 000 dieser Autos und des daraus abgeleiteten Model Y verkauft. Mit einem "Tesla-Fighter" wollen Autohersteller auf dem Markt fĂŒr E-Autos Branchenpionier Tesla Konkurrenz machen.

"Der Anlauf des BMW i4 ist ein Meilenstein fĂŒr dieses Werk und seine Mannschaft auf dem Weg in Richtung E-MobilitĂ€t", sagte Nedeljkovic. "Ab 2023 besitzt mehr als die HĂ€lfte aller Fahrzeuge aus MĂŒnchen einen elektrifizierten Antrieb. Der ĂŒberwiegende Teil davon wird vollelektrisch motorisiert sein." Genauere Angaben zu den angepeilten Absatzzahlen des i4 machte er nicht.

Wegen der EngpĂ€sse bei der Halbleiter-Versorgung rechnet BMW damit, dieses Jahr annĂ€hernd 80 000 Autos weniger verkaufen zu können als nachgefragt. Aber der i4 genieße im Konzern "eine gewisse PrioritĂ€t" bei der Halbleiter-Versorgung, betonte der MĂŒnchner Werksleiter Peter Weber.

Bisher bauen in MĂŒnchen etwa 7000 Mitarbeiter tĂ€glich rund 1000 Autos der 3er- und 4er-Reihe und 2000 Benzin- und Dieselmotoren. Aber zum Jahresende wird die Produktion der Vierzylinder-Motoren nach Hams-Hall in England und Steyr in Österreich verlagert. Die Zahl der Mitarbeiter im Motorenbau in MĂŒnchen sank bereits um 400 auf 1000. SpĂ€testens 2024 soll die Verlagerung des MĂŒnchner Motorenbaus abgeschlossen sein.

"Wir haben es geschafft, das Fahrzeug wÀhrend einer laufenden Fertigung in unser bestehendes Produktionssystem zu integrieren", sagte Werksleiter Weber. Der Umbau kostete 200 Millionen Euro.

"Wir werden weitere 400 Millionen investieren, um Mitte der 20er-Jahre hier die "Neue Klasse" produzieren zu können", sagte Nedeljkovic. Die nĂ€chste Fahrzeuggeneration, die "Neue Klasse", ist auf elektrische Antriebe ausgerichtet. Der Bau dieser Fahrzeuge mit neuer Plattform, neuen Batterien und neuer Software soll 2025 im geplanten BMW-Werk in Ungarn starten und dann auf alle Werke und Modellklassen ausgerollt werden. 2030 will BMW rund drei Millionen Autos verkaufen, die HĂ€lfte davon vollelektrisch. Ein Auslauf des schon seit 2012 in Leipzig gebauten Elektro-Pioniers i3 "ist fĂŒr uns kein Thema", sagte der Produktionsvorstand und verwies auf die weiterhin gute Nachfrage.

Mit Blick auf den Karosseriebau bei Tesla sagte Nedeljkovic: "Wir gehen nicht in so große Aluminiumteile." Bei der Karosserie seien fĂŒr BMW hohe Festigkeit, minimales Gewicht und guter Preis entscheidend./rol/DP/he

Bayerische Motoren Werke AG Chart
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