Delticom AG
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DGAP-News: Delticom veröffentlicht Q3-Geschäftsverlauf (deutsch)

08.11.2021 um 16:24 Uhr

Delticom veröffentlicht Q3-Geschäftsverlauf

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DGAP-News: Delticom AG / Schlagwort(e): 9-Monatszahlen
Delticom veröffentlicht Q3-Geschäftsverlauf

08.11.2021 / 16:24
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Delticom veröffentlicht Q3-Geschäftsverlauf

Hannover, den 08. November 2021 - Die Delticom AG (WKN 514680, ISIN DE
00005146807, Börsenkürzel DEX), Europas führender Onlinehändler für Reifen
und Kompletträder, berichtet mit der vorliegenden Zwischenmeldung über den
Geschäftsverlauf im dritten Quartal 2021.

* Umsatz in 9M 2021 um 5,9 % gesteigert

* Umsatz in Q3 2021: +8,3 % yoy

* Verbesserung des EBITDA in 9M 2021 um 9,1 Mio. EUR trotz
Restrukturierungskosten in Höhe von 3,7 Mio. EUR

* Positives Konzernergebnis in Höhe von 0,8 Mio. EUR (9M 2020: -5,8 Mio. EUR)

* Gesamtjahresprognose bestätigt

Marktumfeld. Auch wenn vom Handel in Richtung Verbraucher in 9M 2021
gegenüber dem entsprechenden Vergleichszeitraum hierzulande 5,0 % mehr
Pkw-Reifen abgesetzt wurden, so liegt das Pkw-Ersatzreifengeschäft auch nach
Ablauf der ersten neun Monate des laufenden Jahres insgesamt hinter dem
Vor-Pandemie-Niveau zurück. Gemäß Schätzungen des Herstellerverbands
European Tyre and Manufacturers' Association (ETRMA) und des
Wirtschaftsverbands der deutschen Kautschukindustrie (WdK) wurden gemessen
am entsprechenden Vergleichszeitraum 9M 2019 in den ersten neun Monaten des
laufenden Jahres insgesamt 10,9 % weniger Pkw-Reifen vom Handel an die
Verbraucher abgesetzt. Einem Rückgang im Geschäft mit Sommerreifen um 19,7 %
und Winterreifen um 25,8 % im Vergleich zu den ersten neun Monaten 2019
steht ein Anstieg im Geschäft mit Ganzjahresreifen um 23,5 % gegenüber.

Auch der europäische Ersatzreifenmarkt konnte gemäß ETRMA nach Ablauf der
ersten neun Monate noch nicht wieder an das Vor-Corona-Niveau anknüpfen. Im
volumenmäßig größten Teilsegment Consumer-Reifen (Pkw-, SUV und Llkw-Reifen)
wurden im Vergleich zu den ersten neun Monaten 2019 insgesamt 1,8 % weniger
Reifen nachgefragt. Dies entspricht einem Rückgang um 3 Mio. Stück.

Umsatz. Im dritten Quartal erzielte die Delticom-Gruppe Umsatzerlöse in Höhe
von 127,0 Mio. EUR (Q3 2020: 117,3 Mio. EUR, +8,3 %). Dank eines stringenten
Kostenmanagements konnte die Gesellschaft im Q3 2021 das Wachstum mittels
einer gezielten und kontrollierten Preissetzung einsteuern. Die Gesellschaft
wird ihren Fokus auf Kosteneffizienz unverändert fortsetzen, um auch für die
Zukunft entsprechende Chancen zur Generierung ausreichend profitabler
Umsätze ergreifen zu können. Für die ersten neun Monaten des laufenden
Geschäftsjahres weist die Delticom-Gruppe einen Umsatz von 376,2 Mio. EUR aus.
Dies entspricht einem Anstieg um 5,9 % gegenüber dem Vorjahr (9M 2020: 355,3
Mio. EUR). Unter Herausrechnung der Umsatzbeiträge in 9M 2020 aus den
eingestellten Randaktivitäten, beläuft sich das Umsatzwachstum im
Kerngeschäft im Berichtszeitraum auf 7,1 %.

Bruttomarge. Die größte Aufwandsposition ist der Materialaufwand, in dem die
Einstandspreise für die verkauften Waren (vorwiegend Reifen) erfasst werden.
Er betrug im Berichtszeitraum 293,4 Mio. EUR (9M 2020: 270,5 Mio. EUR, +8,5 %).
Die Bruttomarge betrug für den Berichtszeitraum 22,0 % nach 23,9 % im
entsprechenden Vorjahreszeitraum. Für Teile des Geschäfts müssen die
Transportkosten aufgrund einer veränderten Ausweispflicht seit dem letzten
Jahr im Wareneinsatz erfasst werden. Für die ersten neun Monate führt dieser
Effekt zu einer Erhöhung des Materialaufwands um 2,3 Mio. EUR.

Im dritten Quartal wurde eine Bruttomarge von 20,3 % erzielt (Q3 2020: 24,1
%). Die Belastung des Bruttoertrags aus der Umgliederung von Teilen der
Transportkosten in den Wareneinsatz beläuft sich für das dritte Quartal auf
0,7 Mio. EUR. Darüber hinaus führten sowohl inflationsbedingte Preiserhöhungen
im Ein- und Verkauf als auch absatzbedingte Mixeffekte im Übergangsquartal
zur Wintersaison zu einer gegenüber dem Vorjahr niedrigeren prozentualen
Marge.

Sonstige betriebliche Erträge. Die sonstigen betrieblichen Erträge fallen in
den ersten neun Monaten des laufenden Jahres mit 22,9 Mio. EUR höher aus als
im Vorjahr (9M 2020: 16,1 Mio. EUR). Sie beinhalten Ergebnisbeiträge aus
Projektgeschäften in Höhe von 3,9 Mio. EUR, welche die Restrukturierungskosten
im 9M 2021 kompensieren. Die sonstigen betrieblichen Erträge für das dritte
Quartal liegen mit 6,4 Mio. EUR um 0,8 Mio. EUR unter dem Vorjahresquartal.

Rohertrag. Der Rohertrag für den Berichtszeitraum beläuft sich auf 105,7
Mio. EUR nach einem Vorjahreswert von 100,9 Mio. EUR. Dieses entspricht einem
Anstieg um 4,8 %. Der Rohertrag im Verhältnis zur Gesamtleistung beträgt
26,5 % (9M 2020: 27,2 %).

Personalaufwand. Zum Stichtag 30.09.2021 waren insgesamt 175 Mitarbeiter im
Konzern angestellt (30.09.2020: 186). Der Personalaufwand betrug 10,4 Mio. EUR
nach 11,0 Mio. EUR in den ersten neun Monaten 2020 (-5,2 %).

Marketing. Die Marketingaufwendungen beliefen sich im Berichtszeitraum auf
11,9 Mio. EUR nach 12,6 Mio. EUR im Vorjahr (-5,0 %). Die Marketingaufwandsquote
(Marketingaufwand im Verhältnis zum Umsatz) beläuft sich für die ersten neun
Monate auf 3,2 % (9M 2020: 3,5 %).

Transportkosten. Die Transportkosten betrugen in 9M 2021 34,3 Mio. EUR (9M
2020: 35,6 Mio. EUR, -3,7 %). Die Transportkostenquote (Transportkosten im
Verhältnis zum Umsatz) belief sich im Berichtszeitraum auf 9,1 %, für das Q3
2021 liegt die Quote bei 8,3 % (9M 2020: 10,0 %, Q3 2020: 9,8 %). Auch ohne
Berücksichtigung des beschriebenen Umgliederungseffekts ist die
Transportkostenquote gegenüber dem Vorjahr verringert. Dank der dezentralen
Lagerinfrastruktur und optimierter Lieferwege ist die Gesellschaft derzeit
trotz steigender Preise in der Lage, die Kostenanstiege zu kompensieren. Die
Transportkosten sind innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen der
größte Kostenblock und stellen neben der Marge ein zentrales
Steuerungselement zur Erreichung ausreichend profitabler Umsätze dar.

Sonstige betriebliche Aufwendungen. Die Summe der weiteren noch
verbleibenden sonstigen betrieblichen Aufwendungen beläuft sich im
Berichtszeitraum auf 38,3 Mio. EUR, ein Rückgang um 4,3 % im Vergleich zum
entsprechenden Vorjahreszeitraum (9M 2020: 40,0 Mio. EUR).

EBITDA. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen beläuft sich für
die ersten neun Monate auf 10,8 Mio. EUR nach einem Vorjahreswert von 1,7 Mio.
EUR. Belastet wird das EBITDA im 9M 2021 durch Restrukturierungskosten in Höhe
von 3,7 Mio. EUR (9M 2020: 4,9 Mio. EUR). Ungeachtet dessen konnte eine
Verbesserung des EBITDA um 9,1 Mio. EUR gegenüber dem Vergleichszeitraum
erzielt werden. Für das dritte Quartal ergibt sich ein EBITDA von 2,8 Mio.
EUR, ein Rückgang um 0,4 Mio. EUR gegenüber dem entsprechenden Vorjahresquartal
(Q3 2020: 3,2 Mio. EUR).

Abschreibungen. Die Abschreibungen betrugen im Berichtszeitraum 7,8 Mio. EUR
nach einem Vorjahreswert von 7,2 Mio. EUR. Der Anstieg um 8,3 % geht mit den
Abschreibungen auf die Nutzungsrechte für das langfristig ausgerichtete
Mietverhältnis des zum Ende des letzten Jahres in Betrieb genommenen
Lagerstandorts im Dreiländereck Deutschland, Frankreich, Schweiz einher.

EBIT. Das EBIT verbesserte sich im Berichtszeitraum um 8,5 Mio. EUR von -5,4
Mio. EUR auf 3,1 Mio. EUR. Im dritten Quartal erzielte die Gesellschaft ein EBIT
in Höhe von 0,3 Mio. EUR (Q3 2020: 0,7 Mio. EUR).

Konzernergebnis. Das Periodenergebnis für die ersten neun Monate ist mit 0,8
Mio. EUR um 6,6 Mio. EUR höher ausgefallen als in 9M 2020 (-5,8 Mio. EUR).

Working Capital Management. Größte Position im kurzfristig gebunden Vermögen
sind die Vorräte. Zum Bilanzstichtag 30.09.2020 beliefen sich die Vorräte
auf 91,9 Mio. EUR, ein Anstieg im Stichtagsvergleich um 15,9 Mio. EUR
(30.09.2020: 75,9 Mio. EUR). Vor dem Hintergrund der aktuellen Markt- und
Seefrachtsituation hat die Gesellschaft die Winterbevorratung in diesem Jahr
um einige Wochen vorgezogen, um zum Saisonhochpunkt uneingeschränkt
lieferfähig zu sein. Die mit Blick auf die Rohstoffmärkte ansteigenden
Einkaufspreise führen zudem zu einem Anstieg des Vorratsvermögens im
Stichtagsvergleich. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
fielen im Stichtagsvergleich um 27,9 Mio. EUR höher aus (30.09.2021: 111,5
Mio. EUR, 30.09.2020: 83,7 Mio. EUR). Die Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen beliefen sich zum Bilanzstichtag auf 22,8 Mio. EUR (30.09.2020:
21,2 Mio. EUR).

Eigenkapital. Das Eigenkapital belief sich zum Bilanzstichtag auf 32,1 Mio.
EUR (31.12.2020: 14,8 Mio. EUR, 30.09.2020: 2,3 Mio. EUR). Mittels der im Juni
dieses Jahres erfolgreich platzierten Kapitalerhöhungen konnte das
Eigenkapital der Gesellschaft gestärkt werden. Die Eigenkapitalquote der
Gesellschaft betrug zum Bilanzstichtag 12,3 % (31.12.2020: 7,4 %,
30.09.2020: 1,1 %)

Finanzschulden. Die Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten betrugen zum
Bilanzstichtag 48,3 Mio. EUR, ein Rückgang um 14,4 Mio. EUR im Vergleich zum
entsprechenden Vorjahreszeitraum (30.09.2020: 62,7 Mio. EUR).

Liquidität. Die Gesellschaft verfügte am 30.09.2021 über flüssige Mittel in
Höhe von 9,0 Mio. EUR (31.12.2020: 5,6 Mio. EUR, 30.09.2020: 6,1 Mio. EUR). Die
Netto-Liquidität (Liquidität abzüglich kurzfristiger Finanzschulden) belief
sich zum Stichtag 30.09.2021 auf -39,3 Mio. EUR (31.12.2020: -38,9 Mio. EUR,
30.09.2020: -56,6 Mio. EUR).

Ausblick. Vor dem Hintergrund eines starken Auftragseingangs seit Anfang
Oktober geht das Management sicher davon aus, im laufenden Jahr einen
Konzernumsatz in einer Spanne von 550 Mio. EUR und 590 Mio. EUR zu erzielen. Für
das EBITDA im Gesamtjahr wird die Spanne von 16 Mio. EUR bis 20 Mio. EUR erneut
bestätigt.

Über Delticom:

Mit der Marke ReifenDirekt ist die Delticom AG das führende Unternehmen in
Europa für die Onlinedistribution von Reifen und Kompletträdern.

Das Produktportfolio für Privat- und Geschäftskunden umfasst ein beispiellos
großes Sortiment aus mehr als 600 Marken und rund 18.000 Reifenmodelle für
Pkw und Motorräder. Kompletträder und Felgen kom-plettieren das
Produktangebot. In 73 Ländern betreibt die Gesellschaft 351 Onlineshops
sowie Onlinever-triebsplattformen und betreut darüber mehr als 16 Millionen
Kunden.

Zum Service gehört, dass die bestellten Produkte auf Wunsch des Kunden zur
Montage zu einem der weltweit rund 37.000 Servicepartner von Delticom
geschickt werden können.

Das Unternehmen mit Sitz in Hannover, Deutschland, ist vornehmlich in Europa
und den USA tätig und besitzt umfassendes Know-how beim Aufbau und Betrieb
von Onlineshops, in der Internet-Kundenakquise, in der Internetvermarktung
sowie beim Aufbau von Partnernetzwerken.

Seit der Gründung 1999 hat Delticom eine umfassende Expertise bei der
Gestaltung effizienter und systemseitig voll integrierter Bestell- und
Logistikprozesse aufgebaut. Eigene Läger gehören zu den wesentlichen Assets
der Gesellschaft.

Im Geschäftsjahr 2020 hat die Delticom AG einen Umsatz von rund 541
Millionen Euro generiert. Zum Ende des letzten Jahres waren 177 Mitarbeiter
im Unternehmen beschäftigt.

Die Aktien der Delticom AG sind seit Oktober 2006 im Prime Standard der
Deutschen Börse gelistet (ISIN DE0005146807).

Im Internet unter: www.delti.com

Kontakt:

Delticom AG
Investor Relations
Melanie Becker
Brühlstraße 11
30169 Hannover
Tel.: +49 (0)511-93634-8903
Fax: +49 (0)511-8798-9138
E-Mail: melanie.becker@delti.com

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08.11.2021 Veröffentlichung einer Corporate News/Finanznachricht,
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Sprache: Deutsch
Unternehmen: Delticom AG
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Fax: +49 (0)511 8798 9138
E-Mail: info@delti.com
Internet: www.delti.com
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WKN: 514680
Börsen: Regulierter Markt in Frankfurt (Prime Standard);
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1247106 08.11.2021

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