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DGAP-News: PAION AG VERÖFFENTLICHT KONZERNQUARTALSMITTEILUNG FÜR DIE ERSTEN NEUN MONATE 2021 (deutsch)

10.11.2021 um 07:30 Uhr

PAION AG VERÖFFENTLICHT KONZERNQUARTALSMITTEILUNG FÜR DIE ERSTEN NEUN MONATE 2021

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DGAP-News: PAION AG / Schlagwort(e): Quartals-/Zwischenmitteilung
PAION AG VERÖFFENTLICHT KONZERNQUARTALSMITTEILUNG FÜR DIE ERSTEN NEUN MONATE
2021

10.11.2021 / 07:30
Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.

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PAION AG VERÖFFENTLICHT KONZERNQUARTALSMITTEILUNG FÜR DIE ERSTEN NEUN MONATE
2021

- Transformation in kommerzielles Specialty-Pharma-Unternehmen nach
Erweiterung des europäischen Produktportfolios: Vermarktung von Angiotensin
II (GIAPREZA(R)) und Eravacyclin (XERAVA(R)) im dritten Quartal 2021
gestartet

- PAION bringt Remimazolam (Byfavo(R)) in UK und Niederlanden nach
EU-/UK-Marktzulassung in der Kurzsedierung auf den Markt

- Markteinführung von Remimazolam in den USA und Südkorea durch Partner

- Finanzposition für Produkteinführungen gestärkt: EUR 7,8 Mio. Bruttoerlöse
in Bezugsrechtskapitalerhöhung eingeworben und EIB-Darlehen in Höhe von EUR
20 Mio. voll in Anspruch genommen

- Kombinierte Umsatzerlöse in Höhe von EUR 5,5 Mio. in den ersten neun
Monaten 2021 kommen zunehmend aus Produktverkäufen und Lizenzgebühren im
Gegensatz zu Meilensteinzahlungen

- Liquide Mittel in Höhe von EUR 13,1 Mio. zum 30. September 2021

Aachen, 10. November 2021 - Das Specialty-Pharma-Unternehmen PAION AG (ISIN
DE000A0B65S3; Frankfurter Wertpapierbörse, Prime Standard: PA8) gibt heute
die Konzern-Finanzergebnisse gemäß International Financial Reporting
Standards (IFRS) für die ersten neun Monate 2021 bekannt.

"Remimazolam steht immer mehr Ärzten auf der ganzen Welt zur Verfügung und
der Umsatz wächst stark, trotz der Herausforderungen durch die anhaltende
COVID-19-Pandemie. Wir entwickeln dieses ultraschnell-wirkende Anästhetikum
jetzt auch für pädiatrische Patienten, und wir hoffen, dass Kinder bald von
der Sedierung mit Remimazolam profitieren werden", sagte Dr. Jim Phillips,
Vorstandsvorsitzender der PAION AG. "Wir machen auch große Fortschritte in
Europa mit der direkten Markteinführung von Remimazolam sowie mit unseren
beiden anderen vielversprechenden Produkten für die Intensivmedizin -
Angiotensin II (GIAPREZA(R)) and Eravacyclin (XERAVA(R)). Wir haben bereits
erste Umsätze erzielt und freuen uns darauf, die Verkäufe in diesen
wichtigen Märkten in den kommenden Monaten und Jahren zu steigern."

Update und Ausblick

Kommerzielle Aktivitäten und Erweiterung des Produktportfolios in Europa

PAION hat im Januar 2021 mit La Jolla Pharmaceutical Company eine
Lizenzvereinbarung für die Intensivmedizin-Produkte Angiotensin II
(Handelsname GIAPREZA(R)) und Eravacyclin (XERAVA(R)) abgeschlossen. Die
Vereinbarung gewährt PAION eine exklusive Lizenz für die Vermarktung dieser
beiden zugelassenen Produkte im Europäischen Wirtschaftsraum, Großbritannien
und der Schweiz. Angiotensin II ist ein Vasokonstriktor zur Behandlung der
refraktären Hypotonie bei Erwachsenen mit septischem oder anderem
distributiven Schock, die trotz anderer therapeutischer Maßnahmen bei einem
niedrigen Blutdruck verbleiben. Eravacyclin ist ein neuartiges
Fluorocyclin-Antibiotikum für die Behandlung komplizierter intra-abdominaler
Infektionen bei Erwachsenen.

Mit der Aufnahme von Angiotensin II und Eravacyclin in das Produktportfolio
hat PAION begonnen, eigene kommerzielle Strukturen in bestimmten Kernmärkten
in Westeuropa, einschließlich Deutschland, Großbritannien, den Niederlanden
und Dänemark, aufzubauen, um Angiotensin II und Eravacyclin zusammen mit
Remimazolam zu vermarkten. PAION hat mit der Vermarktung der drei Produkte
im dritten Quartal 2021 gestaffelt nach Ländern begonnen, sodass bis Ende
2022 der Vermarktungsstart in den meisten europäischen Schlüsselmärkten
erfolgt sein soll. Erste Produktverkäufe signalisieren eine gute
Marktakzeptanz der Produkte.

Remimazolam in Europa

Kurzsedierung: Remimazolam (Handelsname Byfavo(R)) hat im März 2021 die
Zulassung in der EU (einschließlich der Länder des Europäischen
Wirtschaftsraums (EWR)) und im Juni 2021 die Zulassung im Vereinigten
Königreich (UK) erhalten. PAION hat mit der Vermarktung vom Remimazolam in
UK im August 2021 begonnen und im September 2021 einen exklusiven
Kooperationsvertrag mit Clinigen für die Lieferung und Distribution seiner
Produkte in UK bekanntgegeben. Ebenfalls im September 2021 hat PAION mit der
Vermarktung von Remimazolam in den Niederlanden begonnen.

Allgemeinanästhesie: Auf Basis der positiven Ergebnisse der Phase-III-Studie
in der Allgemeinanästhesie und der Marktzulassung in der Kurzsedierung plant
PAION die Beantragung einer Erweiterung des Zulassungsantrags für
Remimazolam für die Indikation Allgemeinanästhesie bis Ende 2021. Der
Genehmigungsprozess für einen Erweiterungsantrag ist im Regelfall schneller
als für einen vollständigen Zulassungsantrag.

Sedierung auf der Intensivstation: Im Oktober 2021 wurde der letzte Patient
in der IIT- (Prüfarzt-initiierten) REHSCU-Studie [1] (IIT: Investigator
Inititated Trial) behandelt. In dieser von Raphael Cinotti an der
Universität Nantes geleiteten Studie wurde Remimazolam zur Sedierung von
Patienten auf der Intensivstation untersucht. 30 Patienten wurden in die
Studie aufgenommen. Die Ergebnisse sollen weitere Belege für einen
erfolgreichen Einsatz von Remimazolam in dieser Patientengruppe liefern.

Pädiatrische Entwicklung: Im September 2021 haben PAION und Acacia Pharma
(Acacia), Remimazolam-Lizenznehmer für die USA, den Beginn einer für die
Zulassung erforderlichen Studie bekannt gegeben, in der Remimazolam bei
leichter bis moderater Sedierung pädiatrischer Patienten untersucht wird. An
der Studie werden etwa 100 Kinder und Jugendliche im Alter von bis zu
einschließlich 17 Jahren in führenden Einrichtungen in den Vereinigten
Staaten und Dänemark teilnehmen. Bei erfolgreichem Verlauf wird erwartet,
dass die EU- und US-Zulassung von Remimazolam um die leichte bis moderate
Sedierung bei Eingriffen an pädiatrischen Patienten erweitert wird.

Remimazolam-Aktivitäten in den Lizenzgebieten in den ersten neun Monaten
2021

Lizenznehmer erzielten in den ersten neun Monaten 2021 Produktumsätze in
Höhe von EUR 4,4 Mio.; PAION erhält darauf basierend Lizenzzahlungen in
unterschiedlicher Höhe.

In den USA hat der Lizenznehmer Acacia im Januar 2021 mit der Vermarktung
von Remimazolam (Handelsname: BYFAVOTM) in der Indikation Kurzsedierung
begonnen. Laut Acacia war die initiale Marktresonanz positiv, allerdings war
der Zugang zu Kliniken und verschreibenden Ärzten durch die
Covid-19-Pandemie stark eingeschränkt. Ende September 2021 vermeldete
Acacia, dass man auf dem besten Weg sei, die Ziele für die Aufnahme von
Remimazolam in die Kundenkonten für das Gesamtjahr 2021 zu erreichen. Ende
September waren für Remimazolam 95 Konten mit einer Zugewinnquote von über
90 % bei den Kunden angelegt. Acacia erwartet die Aufnahme von Remimazolam
in insgesamt 150 Kundenkonten bis Ende 2021.

Für die Indikation Allgemeinanästhesie war im Lizenzvertrag mit Cosmo/Acacia
ursprünglich ein Wahlrecht für die US-Rechte zur Entwicklung und
Kommerzialisierung von Remimazolam vorgesehen. Da dieses Wahlrecht vom
Lizenznehmer nicht ausgeübt wurde, ist es verfallen. Mit der
US-amerikanischen Arzneimittelbehörde FDA (U.S. Food and Drug
Administration) fand kürzlich ein Beratungsgespräch statt, um die Eignung
des europäischen klinischen Programms in der Indikation Allgemeinanästhesie
für die Einreichung eines Marktzulassungsantrags in den USA zu diskutieren.
Als positives Ergebnis des sogenannten Type-B-Meetings erklärte die FDA,
dass eine Einreichung mit dem aktuellen Datenpaket, bestehend aus
europäischen und asiatischen Daten zur Allgemeinanästhesie, möglich wäre.
Die Einreichung würde eine Re-Analyse der aktuellen Daten erfordern.
Alternativ wurde eine zusätzliche klinische Studie empfohlen. PAION wird
jetzt das Ergebnis des Meetings nutzen, um die Diskussion mit interessierten
Parteien für die Allgemeinanästhesie-Lizenz in den USA zu intensivieren.

Für Japan haben sich PAION und der Lizenznehmer Mundipharma 2021 auf eine
Anpassung der Berechnung der Lizenzgebühren geeinigt. Eine entsprechende
Vertragsänderung ist vorgenommen worden. Gemäß den Bedingungen der Anpassung
erhält PAION Lizenzgebühren in Höhe von 15,5 % auf die Nettoumsätze. Ab
Mitte 2023 könnten die Lizenzgebühren im Falle (zu) hoher Herstellungskosten
in Relation zu den Nettoerlösen reduziert werden, jedoch nicht auf unter 5
%. Mundipharma hat im Mai 2021 eine klinische Phase-II/III-Studie zur
Bewertung der Wirksamkeit und Sicherheit von Remimazolam (Handelsname
Anerem(R))
bei japanischen Patienten, die sich einer gastrointestinalen Endoskopie
unterziehen, gestartet. Nach der Zulassung in der Allgemeinanästhesie wird
damit eine weitere Indikation in Japan entwickelt.

In China, dem derzeit größten Markt für Remimazolam (Handelsname Ruima(R)),
sind die Verkäufe in den ersten neun Monaten 2021 gut gewachsen. Der
Zulassungsantrag für Remimazolam in der Allgemeinanästhesie wurde im Juli
2021 zur Prüfung durch die chinesische Arzneimittelzulassungsbehörde
(National Medical Products Administration, NMPA) angenommen. Mit
Unterstützung von Yichang Humanwell untersuchen chinesische Wissenschaftler
derzeit den Einsatz von Remimazolam in weiteren Indikationen, und zwar in
multizentrischen Studien zur Sedierung von Patienten auf der Intensivstation
während und nach künstlicher Beatmung sowie in einer weiteren
multizentrischen IIT-Studie, im Rahmen derer Remimazolam für den Einsatz in
der Spinalanästhesie insbesondere bei älteren Patienten untersucht wird. In
Shanghai wurde im Juni 2021 erstmals der "Drug Innovation Award" der
Fachzeitschrift Securities Times vergeben und Yichang Humanwell gewann den
Preis für Arzneimittelinnovationen. Remimazolam wurde für den "Annual
Pharmaceutical Innovation Achievement Award" ausgewählt.

In Südkorea hat der Lizenznehmer Hana Pharm die Marktzulassung für
Remimazolam (Handelsname ByfavoTM) in der Allgemeinanästhesie im Januar 2021
erhalten und Ende März 2021 mit der Vermarktung begonnen. Im August 2021
folgte dann auch die Marktzulassung in der Kurzsedierung. Hana Pharm hat
berichtet, dass die lokale Strategie zur Markteinführung und
Marktpositionierung von Remimazolam in den ersten Monaten nach dem
Vermarktungsstart erfolgreich war. Hana Pharm hat verschiedene akademische
Aktivitäten und Strategien zur Förderung klinischer Studien initiiert, um
den Vertrieb zu Remimazolam zu unterstützen, beginnend mit einem Symposium
zur Markteinführung von Remimazolam, das Ende April 2021 stattfand.

Im März 2021 haben PAION und TTY Biopharm (TTY) eine Lizenzvereinbarung für
Remimazolam abgeschlossen, im Rahmen derer PAION TTY die exklusiven
Lizenzrechte für die Entwicklung und Vermarktung von Remimazolam in Taiwan
gewährt hat.

Finanzierungsaktivitäten

Im Februar und Juni 2021 hat PAION alle Tranchen des Darlehens der
Europäischen Investitionsbank (EIB) in Höhe von insgesamt EUR 20 Mio.
abgerufen, dessen zugrunde liegender Vertrag im Jahr 2019 unterzeichnet
wurde.

Im April 2021 wurde eine Bezugsrechtskapitalerhöhung mit einem
Bruttoemissionserlös von EUR 7,8 Mio. abgeschlossen. Die Bezugsquote lag bei
über 92 %. Dabei wurde das Grundkapital der PAION AG durch Nutzung des
Genehmigten Kapitals 2020 durch Ausgabe von 5.095.499 neuen Aktien auf EUR
71.336.992,00 erhöht.

Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Die Umsatzerlöse beliefen sich in den ersten neun Monaten 2021 auf EUR 5,5
Mio. Davon entfallen EUR 2,6 Mio. auf Meilensteinzahlungen und EUR 2,9 Mio.
auf Remimazolam-Wirkstoffverkäufe an Lizenznehmer (EUR 2,3 Mio.) sowie
Lizenzgebühren (EUR 0,6 Mio.). In der Vorjahresperiode beliefen sich die
Umsatzerlöse auf EUR 19,3 Mio. und resultierten im Wesentlichen aus
Meilensteinzahlungen.

Die Umsatzkosten beliefen sich in den ersten neun Monaten 2021 auf EUR 2,0
Mio.

Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung in den ersten neun Monaten
2021 beliefen sich auf EUR 4,5 Mio. (Vorjahreszeitraum: EUR 8,5 Mio.) und
sind insbesondere vor dem Hintergrund der im Vorjahr erfolgreich
abgeschlossenen EU-Phase-III-Studie in der Allgemeinanästhesie planmäßig
zurückgegangen.

Die Aufwendungen für allgemeine Verwaltung und Vertrieb erhöhten sich in den
ersten neun Monaten 2021 im Vergleich zur Vorjahresperiode um EUR 7,9 Mio.
auf EUR 13,4 Mio. Dabei erhöhten sich die allgemeinen
Verwaltungsaufwendungen um EUR 1,0 Mio. auf EUR 3,4 Mio. im Wesentlichen
aufgrund von Finanzierungsaktivitäten und des Ausbaus von IT-Systemen und
-Infrastruktur. Die Vertriebsaufwendungen stiegen planmäßig um EUR 6,9 Mio.
auf EUR 10,0 Mio. insbesondere durch Kommerzialisierungs- und
Supply-Chain-Aktivitäten für die drei Produkte Byfavo(R), GIAPREZA(R) und
XERAVA(R) in Europa.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern in den ersten neun Monaten 2021 belief
sich auf EUR -14,4 Mio. und verringerte sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum
um EUR 19,4 Mio. (Ergebnis vor Zinsen und Steuern im Vorjahreszeitraum: EUR
5,0 Mio.).

Das Finanzergebnis belief sich in den ersten neun Monaten 2021 auf EUR -2,7
Mio. (Vorjahreszeitraum: EUR -0,1 Mio.) und umfasst vornehmlich Aufwendungen
im Zusammenhang mit dem in der Berichtsperiode in Anspruch genommenen
Darlehen der EIB in Höhe von insgesamt EUR 20 Mio. In der Vorjahresperiode
umfasste das Finanzergebnis vornehmlich Aufwendungen im Zusammenhang mit im
Geschäftsjahr 2019 ausgegebenen Wandelschuldverschreibungen.

Der Steuerertrag in den ersten neun Monaten 2021 belief sich auf EUR 0,5
Mio. (Vorjahreszeitraum: EUR 0,8 Mio.) und betrifft überwiegend die
steuerliche Förderung durch Steuergutschriften auf Teile der Forschungs- und
Entwicklungsaufwendungen durch die britischen Finanzbehörden. Der Rückgang
im Vergleich zur Vorjahresperiode ist vornehmlich auf niedrigere Forschungs-
und Entwicklungsaufwendungen zurückzuführen.

Das Periodenergebnis in den ersten neun Monaten 2021 belief sich auf EUR
-16,6 Mio. gegenüber einem Periodenergebnis von EUR 5,7 Mio. im
Vorjahreszeitraum. Dies entspricht einem Rückgang des Periodenergebnisses um
EUR 22,3 Mio. gegenüber den ersten neun Monaten 2020, der vornehmlich aus
niedrigeren Umsatzerlösen und niedrigeren Aufwendungen für Forschung und
Entwicklung einerseits sowie höheren Finanzaufwendungen und Aufwendungen für
Verwaltung und Vertrieb andererseits im Vergleich zum Vorjahreszeitraum
resultiert.

Der Finanzmittelbestand hat sich im Vergleich zum 31. Dezember 2020 um EUR
6,5 Mio. auf EUR 13,1 Mio. zum Ende der aktuellen Berichtsperiode
verringert. Der Rückgang des Finanzmittelbestands setzt sich aus dem
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit von EUR -14,8 Mio., der im
Wesentlichen aus dem Periodenergebnis und Veränderungen des Working Capitals
resultiert, dem Cashflow aus der Investitionstätigkeit von EUR -18,9 Mio.,
der vornehmlich aus dem Erwerb der Vermarktungsrechte für die Produkte
GIAPREZA(R) und XERAVA(R) in Europa resultiert, sowie dem Cashflow aus der
Finanzierungstätigkeit von EUR 27,2 Mio. zusammen, der im Wesentlichen aus
der vollständigen Inanspruchnahme des Darlehens von der EIB und dem
Nettoemissionserlös der im April 2021 abgeschlossenen
Bezugsrechtskapitalerhöhung resultiert.

Die immateriellen Vermögenswerte haben sich im Vergleich zum 31. Dezember
2020 um EUR 17,9 Mio. auf EUR 19,8 Mio. zum 30. September 2021 erhöht. Der
Anstieg ist vornehmlich auf die in der Berichtsperiode im Rahmen der mit La
Jolla Pharmaceutical abgeschlossenen Lizenzvereinbarung erworbenen
Vermarktungsrechte für die Produkte GIAPREZA(R) und XERAVA(R) in Europa
zurückzuführen, die sich zum 30. September auf EUR 17,5 Mio. belaufen.

Das Eigenkapital zum 30. September 2021 betrug EUR 12,1 Mio. (31. Dezember
2020: EUR 21,3 Mio.). Der Rückgang um EUR 9,2 Mio. ist im Wesentlichen auf
das negative Periodenergebnis der ersten neun Monate 2021 einerseits und den
Emissionserlös aus der Ausgabe neuer Aktien im Rahmen der im April 2021
abgeschlossenen Bezugsrechtskapitalerhöhung andererseits zurückzuführen. Die
Eigenkapitalquote betrug zum 30. September 2021 28,1 % (31. Dezember 2020:
75,6 %).

Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf die PAION-Gruppe
Insgesamt haben sich bis dato moderate direkte Auswirkungen der Pandemie auf
die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der PAION-Gruppe ergeben. Auf Basis
der Sachlage zum Zeitpunkt dieser Mitteilung wird für die Zukunft
entsprechend von moderaten direkten Auswirkungen auf das eigene operative
Geschäft ausgegangen. Inwieweit (auch) zukünftig insbesondere die
Geschäftstätigkeit unserer Lizenznehmer (weiter) durch die Pandemie
beeinträchtigt werden wird und in Folge etwa Umsatzerlöse aus Meilensteinen
oder Lizenzeinnahmen gar nicht, in verminderter Höhe oder erst verspätet
realisiert werden können, ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht bekannt. PAION
geht aktuell jedoch auch für das Geschäft seiner Lizenznehmer insgesamt von
einem moderaten Effekt aus, sodass sich moderate Planungsanpassungen
aufgrund der Covid-19-Pandemie ergeben. Auswirkungen der Pandemie auf das
allgemeine Finanzierungsumfeld könnten die Möglichkeiten zur für PAION
notwendigen Finanzierung einschränken.

Risiken und Chancen
Die wesentlichen Risiken und Chancen der künftigen Entwicklung sind im
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2020 ausführlich dargestellt. Das
Gesamtbild der Chancen und Risiken hat sich in den ersten neun Monaten 2021
nicht wesentlich verändert.

Prognose 2021

PAION bestätigt den am 23. August 2021 mit der Veröffentlichung des
Halbjahresberichtes 2021 bekanntgegebenen Finanzausblick. PAIONs
Schwerpunkte 2021 liegen weiterhin auf der Vorbereitung sowie dem Beginn der
Kommerzialisierung seiner Produktpalette, bestehend aus Remimazolam,
Angiotensin II und Eravacyclin, und dem weiteren Aufbau einer
Vertriebsinfrastruktur in ausgewählten europäischen Ländern. Darüber hinaus
plant PAION die Einreichung des Marktzulassungsantrags für Remimazolam für
die Allgemeinanästhesie in Europa bis Ende 2021. PAION hat mit der
Vermarktung seiner Produkte ab dem zweiten Halbjahr 2021 gestaffelt nach
Ländern begonnen, sodass erwartet wird, dass bis Ende 2022 der
Vermarktungsstart in den meisten europäischen Kernmärkten erfolgt sein wird.

Es ist geplant, die Kommerzialisierungsrechte für Remimazolam, Angiotensin
II und Eravacyclin in ausgewählten Territorien in Europa, in denen kein
Eigenvertrieb geplant ist, an Lizenznehmer zu vergeben und Remimazolam
darüber hinaus auch außerhalb Europas für weitere Märkte auszulizenzieren.

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Wesentliche Konzernfinanzzahlen gemäß IFRS (nicht durch Wirtschaftsprüfer
geprüft)

(Angaben in TEUR, wenn nicht Q3 Q3 Q1-Q3 2021 Q1-Q3 2020
anders angegeben) 2021 2020
Umsatzerlöse 1.883 15.750 5.500 19.270
Forschungsund -1.55- -2.094 -4.467 -8.493
Entwicklungsaufwendungen 5
Allgemeine Verwaltungsund -4.69- -1.929 -13.400 -5.539
Vertriebsaufwendungen 4
Ergebnis vor Zinsen und Steuern -5.85- 11.690 -14.450 5.008
(EBIT) 7
Periodenergebnis -6.14- 11.738 -16.580 5.686
4
Periodenergebnis je Aktie (in -0,09 0,18 -0,24 0,09
EUR), nicht verwässert
Periodenergebnis je Aktie (in -0,09 0,18 -0,24 0,09
EUR), verwässert

Q1-Q3 2021 Q1-Q3 2020
Cashflow aus laufender -14.795 5.746
Geschäftstätigkeit
Cashflow aus der -18.912 -14
Investitionstätigkeit
Cashflow aus der 27.179 -16
Finanzierungstätigkeit
Veränderung des -6.524 5.727
Finanzmittelbestands
Durchschnittliche Anzahl an 50 43
Mitarbeitern

30.09.2021 31.12.2020
Immaterielle Vermögenswerte 19.775 1.829
Finanzmittelbestand 13.142 19.666
Eigenkapital 12.132 21.290
Kurzfristiges Fremdkapital 9.735 6.845
Langfristiges Fremdkapital 21.287 15
Bilanzsumme 43.154 28.150

Über PAION
Die PAION AG ist ein börsennotiertes Specialty-Pharma-Unternehmen mit
innovativen Wirkstoffen zur Anwendung bei ambulanter und im Krankenhaus
durchgeführter Sedierung, Anästhesie sowie in der Intensivmedizin. PAIONs
Leitsubstanz ist Remimazolam, ein intravenös verabreichtes, ultrakurz
wirkendes und gut steuerbares Benzodiazepin-Sedativum und -Anästhetikum.
PAION hat die Vermarktung von Remimazolam (Byfavo(R)) in ausgewählten
europäischen Märkten gestartet. Remimazolam ist in mehreren Märkten
außerhalb Europas verpartnert. Remimazolam ist in den USA, der
EU/EWR/Vereinigtem Königreich, China und Südkorea für die Kurzsedierung
sowie in Japan und Südkorea für die Allgemeinanästhesie zugelassen.

Darüber hinaus vermarktet PAION zwei Produkte für die Intensivmedizin in
ausgewählten europäischen Ländern: Angiotensin II (GIAPREZA(R)), einen
Vasokonstriktor zur Behandlung der refraktären Hypotonie bei Erwachsenen mit
septischem oder anderem distributiven Schock, und Eravacyclin (XERAVA(R)),
ein neuartiges Fluorocyclin-Antibiotikum für die Behandlung komplizierter
intra-abdominaler Infektionen bei Erwachsenen.

PAIONs Mission ist es, ein führendes Specialty-Pharma-Unternehmen in den
Bereichen Anästhesie und Intensivmedizin zu sein, indem wir neuartige
Produkte auf den Markt bringen, die Patienten, Ärzten und anderen
Stakeholdern im Gesundheitswesen zugutekommen.

PAION hat seinen Hauptsitz in Aachen.

PAION-Kontakt:
Ralf Penner
Vice President Investor Relations/Public Relations
PAION AG
Heussstraße 25
52078 Aachen
Tel. +49 241 4453-152
E-Mail r.penner@paion.com
www.paion.com

Disclaimer:
Diese Veröffentlichung enthält bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen,
die die PAION AG betreffen. Diese spiegeln die nach bestem Wissen
vorgenommenen Einschätzungen und Annahmen des Managements der PAION AG zum
Datum dieser Mitteilung wider und beinhalten bestimmte Risiken,
Unsicherheiten und sonstige Faktoren. Sollten sich die den Annahmen der
Gesellschaft zugrunde liegenden Verhältnisse ändern, so kann dies dazu
führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse und Maßnahmen von den implizit
oder ausdrücklich erwarteten Ergebnissen und Maßnahmen wesentlich abweichen.
In Anbetracht dieser Risiken, Unsicherheiten sowie anderer Faktoren sollten
sich Empfänger dieser Veröffentlichung nicht unangemessen auf diese
zukunftsgerichteten Aussagen verlassen. Die PAION AG übernimmt keine
Verpflichtung, solche zukunftsgerichteten Aussagen fortzuschreiben oder zu
aktualisieren, um zukünftiges Geschehen oder Entwicklungen widerzuspiegeln.

[1] REmimazolam Infusion in the Context of Hypnotic Shortage in the Critical
Care Unit During the Pandemic of COVID-19, the REHSCU Study (REHSCU)

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