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dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 28.01.2022 - 17.00 Uhr

28.01.2022 um 17:05 Uhr

ROUNDUP 2: Deutsche Wirtschaft im 'Winterloch' - Bruttoinlandsprodukt gesunken

WIESBADEN - Die deutsche Wirtschaft ist zum Jahreswechsel wieder in ein Corona-Tief gerutscht. Nach einem Rückgang des Bruttoinlandsproduktes (BIP) im vierten Quartal 2021 gegenüber dem Vorquartal um 0,7 Prozent schließen Ökonomen ein weiteres Minus in den kommenden Monaten nicht aus. Die Konjunktur in Europas größter Volkswirtschaft dürfte nach ihrer Einschätzung erst im Frühjahr wieder richtig anspringen.

USA: Konsumausgaben gehen zurück - Preisauftrieb verstärkt sich

WASHINGTON - Die Konsumausgaben der US-Verbraucher sind zum Jahresende gefallen, während ihre Einkommen moderat zulegten. Die Konsumausgaben sanken im Dezember gegenüber dem Vormonat um 0,6 Prozent, wie das Handelsministerium am Freitag in Washington mitteilte. Analysten hatten mit der Entwicklung gerechnet. Die privaten Einnahmen legten dagegen um 0,3 Prozent zu.

USA: Michigan-Konsumklima sinkt auf den niedrigsten Stand seit gut 10 Jahren

MICHIGAN - In den USA ist das Konsumklima im Januar auf den niedrigsten Stand seit mehr als zehn Jahren gefallen. Der von der Universität Michigan erhobene Index für die Verbraucherstimmung fiel im Vergleich zum Vormonat um 3,4 Punkte auf 67,2 Punkte, wie die Universität am Freitag nach einer zweiten Schätzung mitteilte. In einer ersten Erhebung waren noch 68,8 Punkte ermittelt worden. Noch niedriger lag der Indikator zuletzt im November 2011.

ROUNDUP: Putin fordert im Gespräch mit Macron Sicherheitsgarantien für Moskau

MOSKAU - Der russische Präsident Wladimir Putin hat im Gespräch mit seinem französischen Kollegen Emmanuel Macron Moskaus Forderungen nach verbindlichen Garantien für die Sicherheit in Europa bekräftigt. Das teilte der Kreml am Freitag nach einem Telefonat der beiden Staatschefs mit. Putin sagte demnach auch, dass Russland nun die schriftlichen Antworten der USA und der Nato auf seine Vorschläge analysiere und dann weitere Schritte festlege.

Stoltenberg: Russland setzt Truppenaufmarsch in Ukraine-Krise fort

WASHINGTON/BRÜSSEL - Russland setzt den Truppenaufmarsch im Ukraine-Konflikt nach Angaben von Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg ungeachtet aller Aufrufe zur Deeskalation fort. "Russland verlegt mehr Truppen, mehr schweres Gerät und jetzt auch Tausende von Kampftruppen nach Belarus", sagte Stoltenberg am Freitag bei einer Online-Veranstaltung der Denkfabrik Atlantic Council in Washington. "Die Aufrüstung geht also weiter." Es gebe allerdings keine Gewissheit darüber, ob der russische Präsident Wladimir Putin tatsächlich eine Invasion der Ukraine plane.

Wieder kein Wahlsieger - Italien sucht weiter neues Staatsoberhaupt

ROM - Italien sucht nach dem fünften Wahlgang weiter nach einem neuen Staatsoberhaupt. Die 1009 Parlamentarier und Regionenvertreter fanden auch im ersten Wahlgang am Freitag keinen Kandidaten für das höchste Amt in der Republik. Maria Elisabetta Casellati, die amtierende Präsidentin des Senats, erhielt mit 382 Stimmen die meisten, wie der Präsident der Abgeordnetenkammer, Roberto Fico, nach Auszählung in Rom verkündete. Sie schaffte allerdings nicht die nötige Mehrheit von 505 Stimmen. Unter anderem die rechte Lega von Ex-Innenminister Matteo Salvini und die Forza Italia von Silvio Berlusconi hatten sich vor dem Wahldurchgang für sie ausgesprochen.

ROUNDUP: Exporte nach Großbritannien nach endgültigem Bruch mit EU gesunken

WIESBADEN - Ein Jahr nach dem endgültigen Bruch Großbritanniens mit der Europäischen Union sind die deutschen Exporte in das Vereinigte Königreich gegen den allgemeinen Trend weiter gesunken. Nach ersten vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes wurden im vergangenen Jahr Waren im Wert von 65,4 Milliarden Euro in das Land geliefert. Das waren 2,5 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Im Corona-Krisenjahr 2020 waren die Ausfuhren "Made in Germany" nach Großbritannien um 15,3 Prozent eingebrochen.

Argentinien: Haben Einigung über Kreditabkommen mit IWF erzielt

BUENOS AIRES - Nach monatelangen Verhandlungen über ein neues Kreditabkommen haben Argentinien und der Internationale Währungsfonds (IWF) nach Angaben der Regierung in Buenos Aires einen Durchbruch erzielt. "Wir haben uns mit dem IWF geeinigt", sagte der argentinische Präsident Alberto Fernández am Freitag in einer Videobotschaft. Zur gleichen Zeit tagte das Exekutivdirektorium des IWF in Washington, um über die Einzelheiten eines neuen Abkommens mit dem hoch verschuldeten Land zu beraten.

USA: Arbeitskosten steigen weniger als erwartet

WASHINGTON - In den USA sind die Arbeitskosten im Herbst weniger als erwartet gestiegen. Der entsprechende Index legte im vierten Quartal gegenüber dem Vorquartal um 1,0 Prozent zu, wie das US-Arbeitsministerium am Freitag in Washington mitteilte. Analysten hatten im Schnitt mit einem Anstieg um 1,2 Prozent gerechnet. Im dritten Quartal hatte der Zuwachs bei 1,3 Prozent gelegen.

Eurozone: Wirtschaftsstimmung trübt sich überraschend ein

BRÜSSEL - Die Wirtschaftsstimmung in der Eurozone hat sich im Januar überraschend eingetrübt. Der Economic Sentiment Indicator (ESI) fiel gegenüber dem Vormonat um 1,1 Punkte auf 112,7 Punkte, wie die Europäische Kommission am Freitag in Brüssel mitteilte. Analysten hatten im Schnitt mit 114,5 Punkten gerechnet.

Spanische Wirtschaft wächst erneut kräftig

MADRID - Die spanische Wirtschaft ist im Schlussquartal 2021 erneut deutlich gewachsen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) sei gegenüber dem Vorquartal um 2,0 Prozent gestiegen, teilte das Statistikamt INE am Freitag in Madrid mit. Das Wachstum fällt zwar etwas schwächer aus als im dritten Vierteljahr, die Erwartungen von Analysten bei 1,4 Prozent wurden aber klar übertroffen.

Deutschland: Anstieg der Einfuhrpreise schwächt sich etwas ab

WIESBADEN - Der Preisauftrieb in Deutschland bleibt hoch, bremst aber etwas ab. Im Dezember zogen die Preise von nach Deutschland eingeführten Gütern zum Vorjahresmonat um 24,0 Prozent an, wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mitteilte. Das ist etwas weniger als die Vormonatsrate von 24,7 Prozent. Dies war der stärkste Zuwachs seit 1974 gewesen. Analysten hatten für Dezember mit einem weiteren Anstieg auf 26,2 Prozent gerechnet. Zum Vormonat stiegen die Einfuhrpreise leicht um 0,1 Prozent.

Frankreich: Wirtschaft bleibt auf Erholungskurs

PARIS - Die französische Wirtschaft ist zum Jahresschluss 2021 auf Erholungskurs geblieben. Im vierten Quartal wuchs die zweitgrößte Volkswirtschaft der Eurozone zum Vorquartal um 0,7 Prozent, wie das Statistikamt Insee am Freitag in Paris mitteilte. Analysten hatten im Schnitt mit einem Zuwachs um 0,5 Prozent gerechnet. Das starke Wachstum vom dritten Quartal von 3,1 Prozent wurde aber bei weitem nicht erreicht. Laut Insee stand das Wachstum jedoch auf breitem Fundament.

Kundenhinweis:
ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

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