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DGAP-News: Union Investment: Die wenigsten Deutschen verbinden Geldanlage mit Nachhaltigkeit (deutsch)

23.05.2022 um 10:00 Uhr

Union Investment: Die wenigsten Deutschen verbinden Geldanlage mit Nachhaltigkeit

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Emittent / Herausgeber: Union Investment / Schlagwort(e):
Nachhaltigkeit/Studie
Union Investment: Die wenigsten Deutschen verbinden Geldanlage mit
Nachhaltigkeit (News mit Zusatzmaterial)

23.05.2022 / 10:00
Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.

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Die wenigsten Deutschen verbinden Geldanlage mit Nachhaltigkeit

* Nur für zehn Prozent der Menschen in Deutschland ist Nachhaltigkeit
bereits ein entscheidendes Kriterium bei der Geldanlage

* Wenige glauben an Einfluss ihrer Investitionen auf Unternehmen

* Informationen und Beratung verändern Einstellung zu nachhaltigen
Investments stark

* Nachhaltigkeit ist für Wohlstand relevanter als Luxus

Frankfurt am Main, 23. Mai 2022 - Nachhaltigkeit hat für die Menschen in
Deutschland einen hohen Stellenwert. Zwei Drittel (67 Prozent) der im Rahmen
einer Studie Befragten geben an, dass ihnen Nachhaltigkeit wichtig ist. Doch
nur ein Zehntel der Befragten berücksichtigt bereits heute Nachhaltigkeit
als ein entscheidendes Auswahlkriterium bei der Geldanlage. Dies geht aus
einer Befragung von 3.500 Privatpersonen in Deutschland ab 18 Jahren zum
Thema Nachhaltigkeit und Geldanlage im Auftrag von Union Investment hervor.

Geldanlage und Nachhaltigkeit werden bislang überwiegend als getrennte
Welten wahrgenommen. Das dürfte auch an der sehr unterschiedlichen
Motivation liegen, die jeweils dahintersteht: Während die Befragten in Bezug
auf Finanzanlagen meist selbstbezogene Motive wie die Sicherung des eigenen
Vermögens nennen, stehen beim Thema Nachhaltigkeit die Auswirkungen des
eigenen Handelns auf Umwelt und Gesellschaft im Vordergrund. Das spontane
Verständnis von Nachhaltigkeit prägen vor allem ökologische Aspekte,
deutlich stärker als soziale Faktoren oder eine verantwortungsvolle
Unternehmensführung. Bei Finanzanlagen dominieren nach wie vor klassische
Sparziele wie der Wunsch nach Rendite und Sicherheit in Verbindung mit den
Anlagemotiven Vermögensaufbau und Altersvorsorge.

Wenige glauben an Einfluss ihrer Investitionen auf Unternehmen

Wenig verbreitet ist bislang das Wissen, dass sich mit der eigenen
Geldanlage ein Wandel der Wirtschaft hin zu mehr Nachhaltigkeit fördern
lässt. Dabei will auch die Europäische Union (EU) die Finanzmärkte nutzen,
um eine nachhaltigere Ausrichtung der Unternehmen voranzutreiben. Allerdings
glauben nur 13 Prozent der Befragten, mit ihren Investitionen Einfluss auf
das Management und die Geschäftspraktiken von Unternehmen ausüben zu können.

Bei der Förderung der Nachhaltigkeit sehen die Befragten vor allem
Industrieunternehmen (84 Prozent, Mehrfachnennungen) und die Politik in der
Pflicht (83 Prozent), ebenso sich selbst als Verbraucher (82 Prozent).
Deutlich weniger relevant erscheinen ihnen hierbei Finanzdienstleister (55
Prozent). Verbrauchern ist anscheinend häufig nicht bekannt, dass die
Geldanlage Bestandteil ihrer Nachhaltigkeitsbestrebungen sein kann. So sehen
sie bei der Nachhaltigkeitsförderung im Branchenvergleich zwar dringenden
Handlungsbedarf in den Bereichen Energie (78 Prozent), Verkehr und Transport
sowie Industrieproduktion (jeweils 76 Prozent, Mehrfachnennungen), jedoch am
wenigsten bei Finanzdienstleistungen mit nur 34 Prozent der Nennungen.

"Vielen Menschen ist offenbar nicht bewusst, dass auch die Finanzbranche zur
nachhaltigen Transformation beitragen muss. Denn diese kann nur im
Zusammenwirken von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft gelingen. Ökonomie
braucht Nachhaltigkeit und Nachhaltigkeit Finanzierung. Dabei kommt es
darauf an, den regulatorischen Rahmen so zu gestalten, dass eine
Breitenwirkung erzeugt werden kann", sagt Hans Joachim Reinke,
Vorstandsvorsitzender von Union Investment.

Informationen und Beratung verändern Einstellung zu nachhaltigen Investments
stark

Die Ergebnisse der Befragung scheinen somit auf den ersten Blick nicht auf
ein großes Potenzial nachhaltiger Geldanlagen im deutschen Markt
hinzudeuten. Jedoch wandelt sich das Bild erheblich, nachdem die Befragten
nähere Informationen zu nachhaltigen Finanzanlagen erhalten haben. Auf
dieser Grundlage ist fast die Hälfte der Befragten (47 Prozent, gestützte
Befragung) der Ansicht, dass sich Finanzanlagen und Nachhaltigkeit gut
verbinden lassen. Und 32 Prozent der informierten Befragten - ein Plus von
22 Prozentpunkten gegenüber dem ursprünglichen Anteil - geben nun an, dass
sie bei der Auswahl von Finanzanlagen auf Nachhaltigkeit achten wollen. Von
den Befragten sind sogar 41 Prozent zur Überzeugung gelangt, Nachhaltigkeit
durch Kapitalanlagen fördern zu können. Darüber hinaus sorgen Informationen
für ein differenzierteres Nachhaltigkeitsverständnis. Neben ökologischen
Aspekten wie dem Klima- und Umweltschutz (77 Prozent, Mehrfachnennungen)
sehen die Befragten nun auch soziale und faire Produktionsbedingungen (43
Prozent) sowie eine verantwortliche Unternehmensführung (38 Prozent) als
Bestandteile der Nachhaltigkeit.

Dieser im Rahmen der Studie festgestellte Wandel der Einstellung zu
nachhaltigen Geldanlagen durch mehr Informationen unterstreicht den hohen
Beratungsbedarf der Anleger bei diesem Thema. "Die Beratung ist für eine
breite Akzeptanz und Verbreitung nachhaltiger Finanzanlagen entscheidend.
Durch die ab August in der Anlageberatung verpflichtende
Nachhaltigkeitspräferenzabfrage werden sich mehr Menschen mit nachhaltigen
Geldanlagen auseinandersetzen und erkennen, dass Nachhaltigkeit weit mehr
ist als Ökologie", sagt Reinke.

Nachhaltigkeit ist für Wohlstand relevanter als Luxus

Die Vereinbarkeit von Finanzanlagen und Nachhaltigkeit sollte sich Sparern
auch dadurch gut vermitteln lassen, dass nachhaltige Aspekte schon häufig
Teil ihres Wohlstandsbegriffs sind. Auf die Frage, was aus ihrer Sicht alles
zu Wohlstand beziehungsweise einem guten Lebensstandard gehöre, nannten die
Befragten neben materiellen Aspekten wie der Freiheit von finanziellen
Sorgen (69 Prozent) meist auch nachhaltige Aspekte wie den sozialen Frieden
und soziale Gerechtigkeit (60 Prozent) sowie eine intakte Natur (56
Prozent). Dagegen beinhaltet Wohlstand nur für 14 Prozent den Besitz von
Luxusgütern wie teuren Autos, Uhren oder Schmuck.

Ihren Wohlstand sehen wiederum zwei Drittel (66 Prozent) durch den
Klimawandel gefährdet. Und mehr als die Hälfte der Befragten (51 Prozent)
ist überzeugt, dass das Streben nach Nachhaltigkeit den Wohlstand fördern
kann. Gegenteiliger Ansicht sind 24 Prozent, die in der Nachhaltigkeit eine
Gefahr für den Wohlstand sehen.

Bei Finanzanlagen werden durch die Berücksichtigung von Nachhaltigkeit
vielfach Abstriche bei der Rendite und Sicherheit befürchtet. So verbinden
nur 35 Prozent bzw. 30 Prozent mit nachhaltigen Investments eine gute
Rendite und Sicherheit. Andererseits halten die meisten Befragten
nachhaltige Anlagen für innovativ (66 Prozent), sympathisch (64 Prozent) und
wirksam (58 Prozent).

"Nachhaltigkeitskriterien ergänzen die klassische Wertpapieranalyse und
helfen, mögliche Risiken besser einzuschätzen. Sie tragen auch dazu bei,
besonders zukunftsfähige Unternehmen zu identifizieren. Daher lassen sich
Rendite- und Sicherheitsbedenken meist durch eine strukturierte
Auseinandersetzung mit nachhaltigen Geldanlagen ausräumen", erläutert
Reinke.

Hinweis für die Redaktionen:

Für die Studie wurden 3500 Privatpersonen ab 18 Jahren in Deutschland
befragt, die Geldanlagen (Aktien, Fonds, ETF, Zertifikate) besitzen oder in
den nächsten zwölf Monaten zu erwerben planen, mit einem
Haushaltsnettoeinkommen ab 1.500 Euro. Die Befragung durch das Rheingold
Institut erfolgte vom 4. Quartal 2021 bis Ende des ersten Quartals 2022. Die
Validität der Ergebnisse wurde anlässlich des Krieges in der Ukraine durch
eine ergänzende Nachbefragung im März 2022 geprüft und bestätigt. Die Studie
ist in dieser Gruppe bevölkerungsrepräsentativ.

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Zusatzmaterial zur Meldung:

Datei:
https://eqs-cockpit.com/c/fncls.ssp?u=bb2f4809d02dda00b4745373964ddb71
Dateibeschreibung: Grafiken Nachhaltigkeitsstudie

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Veröffentlichung einer Mitteilung, übermittelt durch DGAP - ein Service der
EQS Group AG.
Medienarchiv unter http://www.dgap.de.

Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.

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