Reuters

Stahlkonzern Voestalpine will nach Verlust Dividende stutzen

06.02.2020
um 11:22 Uhr

Wien (Reuters) - Der österreichische Stahlkonzern Voestalpine hat seine Aktionäre nach einem Verlust in den ersten neun Monaten 2019/20 auf eine niedrigere Gewinnausschüttung eingestimmt.

Aus heutiger Sicht werde sie zum Vorjahr geringer aussehen, sagte Konzernchef Herbert Eibensteiner am Donnerstag in einer Telefonkonferenz. Für 2018/19 (Geschäftsjahr per Ende März) wurden 1,10 Euro je Aktie gezahlt.

Für die nächsten Monaten gibt sich der Konzernchef verhalten optimistisch, da sich die Nachfrage zuletzt in einigen Bereichen stabilisiert habe. Für die Bahninfrastruktur sieht der Manager bis weit in das nächste Geschäftsjahr eine positive Entwicklung. Auch in der Automotive-Sparte gebe es einen Nachholeffekt, "der uns das laufende Quartal begleiten wird", sagte Eibensteiner. Wie nachhaltig die Stabilisierung sein werde, könne man aber noch nicht einschätzen.

Noch nicht absehbar seien die wirtschaftlichen Auswirkungen in China durch das Coronavirus. Ob die von den Behörden bis 9. Februar verhängten Betriebsferien verlängert würden, wisse er nicht, sagte Eibensteiner. "Das ist ein Unsicherheitsfaktor für uns". Die Voestalpine betreibt in China neun Werke und erwirtschaftet dort einen Umsatz von rund 550 Millionen Euro

voestalpine AG

WKN 897200 ISIN AT0000937503