Reuters

Kaum Fortschritte bei Friedensgesprächen für Afghanistan

21.09.2020 um 11:52 Uhr

Kabul (Reuters) - Rund eine Woche nach Beginn der Friedensgespräche für Afghanistan gibt es Teilnehmern zufolge kaum Annäherung zwischen der Kabuler Regierung und den radikal-islamischen Taliban.

Vielmehr liegen die Positionen bei praktisch allen, auch grundsätzlichen Fragen weit auseinander, wie beide Seiten erkennen ließen. Ein Diplomat, der die Gespräche begleitet, sagte, derzeit gelte es vor allem, die Konfliktparteien am Verhandlungstisch zu halten. Wie erwartet gestalten sich die Gespräche über einen Waffenstillstand schwierig, den die Taliban bisher ablehnen. Allein in der vergangenen Woche, in der die Gespräche anhalten, wurden in Afghanistan rund 40 Menschen bei Angriffen der Miliz getötet.

Die Verhandlungen waren am vergangenen Wochenende in der Hauptstadt des Emirats Katar, Doha, feierlich eröffnet worden. Trotz der zu erwartenden Hürden sind die Hoffnungen groß, dass die direkten Gespräche zwischen den Konfliktparteien dem Land nach fast 20 Jahren Bürgerkrieg Frieden bringen. Doch selbst in grundlegenden gesellschaftlichen Fragen gehen die Ansichten der afghanischen Regierung und der Taliban weit auseinander. So wird gestritten unter anderem über Redefreiheit, die Bestrafung von Kriminellen und Frauenrechte. Die Taliban, die während ihrer Herrschaft bis 2001 unter anderem Bildung und Berufstätigkeit von Frauen weitgehend unterbanden, haben zwar signalisiert, Frauenrechte im Rahmen des islamischen Rechts der Scharia zu respektieren. Doch Aktivisten zweifeln die Bereitschaft an. Sie fürchten, dass die Kabuler Regierung bei den Frauenrechten als Erstes Abstriche macht, um den Taliban bei den Friedensverhandlungen entgegenzukommen.

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