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Thyssenkrupp setzt Teil der Prognose aus - Fragezeichen hinter Stahl-Plänen

17.03.2022 um 08:17 Uhr

Düsseldorf (Reuters) - Der Thyssenkrupp-Konzern traut sich wegen der wirtschaftlichen Folgen des Ukraine-Kriegs keine Prognose zu, ob er eine mögliche Abspaltung des Stahl-Geschäfts wirklich umsetzen kann.

Einen Teil seiner Jahresziele setzen die Essener zudem aus.

"Die wirtschaftlichen Folgen des Kriegs in der Ukraine für die Geschäftsentwicklung der Unternehmensgruppe beeinflussen auch die mögliche Verselbständigung des Stahlgeschäfts", teilte Thyssenkrupp am Mittwochabend mit. Zwar sei der Konzern weiter davon überzeugt, dass eine eigenständige Aufstellung der Sparte "sehr gute Zukunftsperspektiven" eröffne, doch sei "eine Aussage zur Machbarkeit aufgrund der gegenwärtigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen derzeit nicht möglich". Thyssenkrupp hatte zuletzt erklärt, eine Entscheidung über die Zukunft der Sparte nicht überstürzen zu wollen. "Wir brauchen hier auch ziemlich viel Klarheit, was letztlich die Rahmenbedingungen, Förderprogramme etc., angeht", hatte Finanzchef Klaus Keysberg im Februar gesagt. "Wir nehmen uns die Zeit, die dafür notwendig ist." Ein Spin-Off bleibe aber weiter die bevorzugte Option.

Für das Geschäftsjahr 2021/22 hatte Thyssenkrupp noch im Februar einen bereinigten operativen Ertrag (Ebit) in einer Bandbreite von 1,5 bis 1,8 Milliarden Euro, einen Jahresüberschuss von mindestens einer Milliarde Euro und einen Free Cashflow vor M&A im Bereich eines ausgeglichenen Wertes angekündigt. Auch wenn die Umsätze mit Russland und der Ukraine weniger als ein Prozent des Gesamtumsatzes ausmachten, "werden die weitreichenden gesamtwirtschaftlichen und geopolitischen Folgen des Kriegs (..) nach Einschätzung des Vorstands den Geschäftsverlauf der Unternehmensgruppe beeinträchtigen", räumte Thyssenkrupp nun ein. Der genaue Umfang sei aber noch nicht abzusehen. Vor diesem Hintergrund – und vor allem aufgrund der steigenden Rohstoffpreise – setzte Thyssenkrupp die Prognose hinsichtlich Free Cashflow vor M&A für das Geschäftsjahr 2021/2022 aus.

Im März seien erste Beeinträchtigungen im Stahl- und Autozuliefergeschäft aufgetreten, hieß es. Der Vorstand erwarte aber weiter, dass das bereinigte Ebit im zweiten Quartal über den 378 Millionen Euro des ersten Quartals liegen werde. Der Free Cashflow vor M&A werde indes "stärker als bislang erwartet von negativ wirkenden Preiseffekten belastet".

thyssenkrupp AG Chart
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