Top 3 E-Commerce-Stocks, die vom Stay-at-Home-Trend profitieren!

26.02.2021 um 17:35 Uhr

Liebe Leser,

die Covid-19-Pandemie ist weiterhin voll dabei, unsere Welt nachhaltig zu verändern. Und je länger das Infektionsproblem bestehen bleibt, desto nachhaltiger werden die Veränderungen ausfallen. Ein globales Wirtschaftssegment, das sich nun fast schon neuerfinden muss, um zu überleben, ist das klassische Retail-Business. Sehr viele Geschäfte und Verkaufslager mussten 2020 schließen oder blieben nur bedingt geöffnet. Stay-at-Home-Trend und die Angst vor Corona-Ansteckungsgefahr brachten viele Menschen dazu, ihr Konsumverhalten zu ändern und immer mehr ins Internet zu verlagern. Folglich erleben wir derzeit einen echten E-Commerce-Boom. Auch das klassische Retail hat dies mittlerweile erkannt und passt sich den neuen Markgegebenheiten an. E-Commerse-Segmente werden in einem sehr großen Tempo ausgebaut und die Internet-Präsenz via Werbung wird signifikant erhöht, womit man die neue Umsatzquelle immer besser anzapfen kann. Doch das Rennen wird zunächst von den reinen E-Commerce-Plattformen gemacht.

Diese verfügen mittlerweile über ein nachhaltiges und robustes Geschäftsmodel, das auch in der Post-Covid-Zeit sehr gut funktionieren wird. Das Erfolgskonzept basiert in machen fällen auf der Kooperation mit den sozialen Netzwerken und viel mehr mit bedeutenden Influencern, die bestimmten Produkte über sehr populäre Social-Media-Plattformen wie Twitch, YouTube, TikTok, Pinterest, Instagram etc. sowohl passiv als auch aktiv bewerben. Genau aus diesem Grund sollte man in diesem Jahr intensiv Richtung dieser Top-E-Commerce-konzerne schauen und das am besten noch bevor der nächsten Weihnachtssaison, wo sie fast schon garantiert mit erneuten Umsatzrekorden überraschen werden.

Der erste Top-E-Commerce-Stock, den man im Blick haben sollte, ist Etsy ( ETSY), den diese Online-Plattform wird selbst von Elon Musk ab und zu positiv auf Twitter angesprochen. Dies ist ein wichtiger Faktor den The Rocket-Man gilt als ein großer Influencer und hat mittlerweile 48 Millionen Twitter-Folower, die man als potenzielle Kunden betrachten könnte. Sollte er also Etsy weiter positiv erwähnen, wie es schon Mal Ende Januar passiert ist, so wäre die Wahrscheinlichkeit groß, dass auch seine Follower interessiert sein könnten, mehr über diese E-Commerce-Plattform zu erfahren. Zumal operativtechnisch profitiert der Konzern ohnehin von einem starken Nachfrage-Momentum, was nun mit besser als erwarteten Quartalszahlen erneut bestätigt wurde.

Der Q4-Umsatz stieg dabei im Vergleich zum Vorjahreswert um 128,7 % auf 617,36 Mio. USD (Konsens: 515,65 mio. USD). Das EPS verbesserte sich im gleichen Zeitraum um unglaubliche 374,7 % auf 1,08 USD und fiel deutlich besser als die erwarteten 0,59 USD aus. Das GMV stieg um 118 % auf 3,3 Mrd. USD, was auf das anhaltende Wachstum und die zunehmende Plattform-Popularität hindeutet. Und so erwartet man für Q1 mittlerweile ein Umsatz von 513-536 Mio. USD, was weit über dem Konsenswert von 380,45 Mio. USD liegt. Angetrieben wurde die starke Performance u.a. von der starken Nachfrage nach exklusiven und hochwertigen Produkten zur Inneneinrichtung. Denn offensichtlich entschieden sich viele Menschen, die Stay-at-Home-Phase auch für das Einrichten eigener vier Wände zu verwenden. Das Unternehmen ist ja eine E-Commerce-Webseite für den Kauf und Verkauf von handgemachten Produkten, Vintage und Kunstbedarf. Damit verfügt der Konzern bei einer weiterhin starken Nachfrage nach Exklusivität über eine durchaus plausible Wachstumsperspektive, was sich mittelfristig in einer positiveren Kursbewegung widerspiegeln könnte.

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Die Nummer zwei ist heute die Aktie von Chewy (CHWY), die zuletzt vor dem Hintergrund besser als erwarteter Quartalszahlen und einer Prognoseerhöhung zur Trendfortsetzung übergehen konnte. Der Konzern ist ein Online-Händler für Tierbedarf und offeriert den Versand von Nahrung, Spielzeugen und Medikamenten. Dabei spielt Chewy nicht nur der Shift zum E-Commerce in die Hände, sondern auch der leicht aber kontinuierlich wachsende Markt für Heimtierprodukte. Eine katalysatorische Wirkung hat hier pandemiebedingter Stay-at-Home-Trend, wobei immer mehr manschen ihre Sachen online bestellen.

Was die Zahlen angeht, so stieg der Q3-Umsatz Anfang Dezember im Vergleich zum Vorjahreswert um 44,88 % auf 1,78 Mrd. USD (Konsens: 1,72 Mrd. USD). Das EPS von -0,08 USD fiel dabei ebenfalls besser als die erwarteten -0,13 USD aus. Profitieren konnte man erneut von einem kräftigen Anstieg der Nutzerzahlen, wobei die Zahl der aktiven Kunden sich von 12,72 Millionen im Vorjahresquartal auf 17,79 Millionen erhöhte. Auch beim monatlichen Durchschnitts-Umsatz pro Kunde wurde ein leichter Anstieg von 2,8 % auf 363 USD verzeichnet. Und so rechnet man für 2020 nun mit einem Umsatz von 7,04-7,06 Mrd. USD statt 6,775-6,825 Mrd. USD (Konsens: 6,84 Mrd. USD). Die Analysten haben damals das erreichte Resultat honoriert, wobei man die Kursziele auf bis zu 121 USD (Credit Suisse) erhöhte.

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Schließlich ist es die Aktie des chinesischen E-Commerce-Konzerns Pinduoduo (PDD), die vor dem Hintergrund solcher Big-Player wie Alibaba (BABA) und Jd(dot) com (JD) etwas in den Hintergrund gerät. Es ist eine aufstrebende und durchaus erfolgreiche chinesische E-Commerce-Plattform, die genauso wie ihre Konkurrenten vom chinesischen Kaufrausch (Konsum-Trend) profitiert. Man hat sich jedoch im Gegensatz zu den Anderen Playern als eine Art Discounter positioniert, womit man eine sehr interessante Nische eingenommen hat. Transaktionen werden auf unterschiedliche Weisen abgewickelt. Darunter auch über die sehr beliebte WeChat-Payment-App, was die Kunden als angenehm empfunden.

Für das Unternehmen spricht auch das rasante Wachstum, das sich teilweise aus dem Stay-at-Home und den E-Commerce-Boom in China ergab. Ende 2020 hat man besser als erwartete Zahlen vorgelegt, was die Aktie auf ein neues Jahreshoch brachte. Der Q3-Umsatz stieg damals im Vergleich zum Vorjahreswert um 89 % auf 2,02 Mrd. USD (Konsens: 1,86 Mrd. USD). Das EPS von 0,05 USD fiel ebenfalls deutlich besser als die erwarteten -0,17 ZUSD aus. Die Zahl der monatlich aktiven Nutzer erhöhte sich um 50 % auf 643,4 Millionen und die Anzahl von aktiven Käufern stieg um 36 % auf 731,3 Millionen, was die intakte Konsumstory zusätzlich bestätigt. seine Q4-zahlen wird der Konzern am 10. März vorlegen, was ggf. für eine weitere positive Überraschung sorgen könnte.

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Viel Erfolg und bleiben Sie profitabel!

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