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Deutsche Wohnen verspricht weiteres Wachstum auch im Alleingang

18.03.2016 um 09:56 Uhr

Frankfurt (Reuters) - Die jüngsten Zukäufe sollen Deutschlands zweitgrößtem Wohnungsvermieter Deutsche Wohnen auch im neuen Jahr zu einem Wachstumssprung verhelfen.

Vor allem dank der rund 15.000 von Patrizia Immobilien erworbenen Wohnungen soll das operative Ergebnis aus der Vermietung (FFO I) um knapp 20 Prozent auf mindestens 360 Millionen Euro steigen, wie Deutsche Wohnen am Freitag zur Bilanzpressekonferenz mitteilte. Der Konzern hatte das 1,2 Milliarden Euro teure Portfolio mitten im erfolgreichen Kampf gegen die Übernahme durch Vonovia gekauft. 2015 stieg der FFO I um ein Viertel auf 303 Millionen Euro.

An den Zuwächsen sollen die Aktionäre überproportional beteiligt werden. Für das vergangene Jahr erhöht Deutsche Wohnen die Dividende um zehn Cent auf 54 Cent, im laufenden Jahr könnte sie auf rund 70 Cent je Aktie steigen, wenn die Gewinnerwartungen sich erfüllen. Zahn hatte im Abwehrkampf für 2016 eine Erhöhung der Ausschüttungsquote auf 65 von zuletzt 60 Prozent des FFO I in Aussicht gestellt, um die Anteilseigner bei der Stange zu halten. Mit Erfolg: Vonovia verfehlte die Mehrheit an Deutsche Wohnen deutlich. Die Deutsche-Wohnen-Aktie stieg am Freitag im MDax um 1,4 Prozent auf 26,73 Euro. Das liegt knapp über dem für 2016 erwarteten Netto-Vermögenswert (EPRA NAV) des Portfolios von 25 bis 26 (Ende 2015: 23,01) Euro.

Die Verteidigung gegen das feindliche Angebot von Vonovia hat Deutsche Wohnen allerdings viel Geld gekostet: Der Konzern bezifferte die Kosten in einer Präsentation auf 33 Millionen Euro. Dazu kamen rund 15 Millionen Euro für die gescheiterten Übernahmen von LEG Immobilien und der österreichischen Conwert.

"Wir stehen heute mit dem überdurchschnittlichen Miet- und Wertpotenzial unseres hochwertigen Portfolios (...) sowie wertschaffenden Akquisitionen besser da als je zuvor", erklärte Vorstandschef Michael Zahn. Die 148.000 Wohnungen und Gewerbe-Einheiten des auf Berlin konzentrierten Vermieters waren Ende 2015 rund zwölf Milliarden Euro wert. Inzwischen sind es mehr als 160.000. Allein im vergangenen Jahr hätten sie dank des Vermiet-Booms in Berlin 1,7 Milliarden Euro an Wert gewonnen. 2016 seien weitere Bewertungsgewinne zu erwarten.

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