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Hochtief will von Sanierung deutscher Autobahnen profitieren

23.09.2015 um 11:16 Uhr

Düsseldorf (Reuters) - Neubau und Sanierung maroder Autobahnen, Straßen und Brücken in Deutschland könnten dem Baukonzern Hochtief zu florierenden Geschäften verhelfen.

Gemeinschaftsprojekte mit der öffentlichen Hand zur Sanierung maroder Infrastruktur "sind eine Chance, unsere Position in Deutschland auszubauen", sagte Konzernchef Marcelino Fernandez Verdes im nordrhein-westfälischen Hagen. Hochtief ersetzt dort derzeit eine knapp einen Kilometer lange Autobahnbrücke an der A45.

Die Infrastruktur in Deutschland sei durch einen langen Investitionsstau vielfach in "desolatem Zustand", sagte Hochtief-Vorstand Nikolaus Graf von Matuschka. Für Baukonzerne sei dies "sehr interessant". Gemeinschaftsprojekte mit der öffentlichen Hand (PPP) seien ein guter Ansatz, um die Infrastruktur zu sanieren. Allein der Investitionsstau in der kommunalen Straßen- und Verkehrsinfrastruktur habe sich 2015 auf rund 31 Milliarden Euro summiert. Auch Wasserwege und Schienennetz müssten erneuert werden. Hochtief peile mittelfristig in seiner Europa-Sparte einen Auftragseingang von rund einer Milliarde Euro pro Jahr aus PPP-Projekten an. Im laufenden Jahr sind es rund 600 Millionen Euro. Stabilisiere sich das PPP-Geschäft mit der öffentlichen Hand nachhaltig, sei Hochtief auch bereit, in Deutschland Personal aufzubauen.

Fernandez Verdes hatte dem Konzern nach seinem Antritt im November 2012 einen tiefgreifenden Umbau verordnet und zahlreiche Beteiligungen wie Flughäfen, Immobilienunternehmen oder die australische Tochter John Holland verkauft. Er will das Unternehmen auf das klassische Baugeschäft konzentrieren und geht damit einen anderen Weg als Konkurrent Bilfinger, der vor allem auf Dienstleistungen setzt. Der vom spanischen Großaktionär ACS entsandte Manager ist zugleich auch Chef der australischen Hochtief-Mehrheitsbeteiligung Cimic. Knapp 70 Prozent der Cimic-Anteile entfallen derzeit auf Hochtief. Der Essener Konzern sei mit dieser Position sehr zufrieden. Er sehe derzeit keinen Grund für einen weiteren Ausbau, sagte Fernandez Verdes.

Der spanische Manager hatte zudem angekündigt, den MDax-Konzern auf Gewinn trimmen zu wollen. "Wir wollen unsere Aktionäre an unserem Erfolg beteiligen", bekräftigte er nun. Mit Blick auf das laufende Aktienrückkauf-Programm Hochtiefs sagte er, es sei noch keine Entscheidung gefallen, was mit den Papieren geschehen solle. Angesichts der "fantastischen finanziellen Position" des Konzerns wolle Hochtief sich aber ausdrücklich die Möglichkeit offenhalten, die Aktien einzuziehen.

Hochtief hatte angekündigt, bis Ende 2015 bis zu 6,92 Millionen eigene Anteilsscheine zurückkaufen zu wollen. Das entspricht zehn Prozent des Grundkapitals. Zieht das Unternehmen die eingesammelten Aktien ein, profitieren die Anteilseigner rund um ACS davon. Die Spanier könnten ihren Griff um Hochtief dann weiter festigen, ihr Anteil könnte dann theoretisch von derzeit rund 61 Prozent auf 66 Prozent klettern.

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