Apple
[WKN: 865985 | ISIN: US0378331005] Aktienkurse
316,421$ -0,72%
Echtzeit-Aktienkurs Apple
Bid: 315,479$ Ask: 317,364$

Blatt - Datenschutz bei Internetkonzernen - "eklatante Mängel"

28.11.2019 um 06:42 Uhr

Berlin (Reuters) - Laut einer vom Bundesjustizministerium in Auftrag gegebene Studie erfüllen bekannte Online-Plattformen die Datenschutz-Grundverordnung (DSGV) nur unzureichend.

"Nicht ansatzweise alle Dienste haben die DSGVO umgesetzt, und dies schon gar nicht vollständig", sagte Justizstaatssekretär Gerd Billen der Zeitung "Handelsblatt" (Donnerstagsausgabe). Vor allem bei sozialen Netzwerken und Messenger-Diensten gebe es laut der Studie der Universität Göttingen "weiter eklatante Mängel".

Untersucht wurden 35 marktrelevante Online-Dienste, darunter Anbieter von sozialen Medien wie Facebook oder Twitter, Online-Shops wie Zalando, Buchungsportale wie Booking.com und Online-Präsenzen von Unternehmen wie Deutsche Bank, berichtet das "Handelsblatt". Geprüft wurde, inwieweit über die Verwendung von Daten für die Erstellung von Persönlichkeitsprofilen oder über den Einsatz von Trackingtechnologien informiert werde und wie der Umgang mit sensiblen Daten erfolge. Gerade dort zeigten sich die "gravierendsten Mängel", heißt es laut dem Blatt in der Studie. "Nachlässig ist oft der Umgang mit den Daten, die eigentlich besonders zu schützen sind: sensible Informationen zur Herkunft, zur Gesundheit oder zu politischen Ansichten", sagte Staatssekretär Billen der Zeitung.

Insgesamt fielen laut dem Bericht 19 der 35 untersuchten Dienste im Umgang mit sensiblen Daten durch, darunter Snapchat ("unzureichend"), Facebook ("stark defizitär"), Instagram ("völlig unbefriedigend") sowie Google ("völlig unzureichend"). Bei Facebook etwa werde bemängelt, dass die Information zur Verarbeitung sensibler Daten "vage" bliebe. Twitter komme den Anforderungen für die Verarbeitung sensibler Daten "in keiner Weise" nach, berichtet das "Handelsblatt".

"Lediglich zwei Dienste informieren überhaupt über die Verarbeitung sensibler Daten", heißt es laut dem Blatt in der Untersuchung. Beispielsweise seien die Datenschutzhinweise auf der Webseite der Deutschen Bank "transparent und präzise gestaltet", heißt es in der Untersuchung. "Insbesondere die Informationen zu einzelnen Trackern, dem Profiling und der Einbindung von Social Media Plugins sind ausführlich und gut verständlich." Positiv aufgefallen seien auch die Online-Shops von Otto ("insgesamt sehr positiv") und Zalando ("vorbildlich").

Auch in den USA sehen sich die großen Internetkonzerne mit Datenschutzvorwürfen konfrontiert: Facebook steht mit anderen großen Technologie-Unternehmen wie Google, Amazon und möglicherweise Apple im Fokus von 47 US-Bundesstaaten. Einer der Hauptvorwürfe: Missbrauch von Verbraucherdaten.

Apple Chart
Apple Chart

Trader-Coachings

Webinare

Wir glauben daran, dass gute Lerninhalte den Weg zum erfolgreichen Trader deutlich schmerzfreier gestalten als ein reines Learning by Doing.

Aktuelle Termine

„aktien” Magazin

„aktien” Magazin

Lernen Sie das aktien Magazin kennen und laden Sie sich noch heute Ihre kostenlose Probeausgabe als PDF herunter.

Probeausgabe
Hinweis: Die veröffentlichten Tradingsignale und Empfehlungen dienen lediglich der allgemeinen Information, sie sind keine Beratung im Sinne des Wertpapierhandelsgesetzes und stellen kein Angebot und keine Aufforderung zum Kauf, Halten oder Verkauf von Wertpapieren oder Derivaten dar. Sie entsprechen lediglich der aktuellen Einschätzung des verwendeten Handelssystems.
TraderFox GmbH: Impressum & Datenschutz - Allgemeine Geschäftsbedingungen - Cookie-Erklärung