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Delivery Hero will Milliardenübernahme in Südkorea stemmen

13.12.2019 um 10:42 Uhr

Seoul/Frankfurt (Reuters) - Der Essenslieferdienst Delivery Hero übernimmt für vier Milliarden Dollar den größten südkoreanischen Essenslieferdienst Woowa Brothers.

Der Berliner Konzern zahle den Kaufpreis in bar und in Aktien, teilten die beiden Unternehmen am Freitag mit. Der südkoreanische Markt ist wegen der hohen Bevölkerungsdichte und der steigenden Zahl an Single-Haushalten der viertgrößte Markt der Welt für Essenslieferdienste und wächst schnell. Mit seiner App Yogiyo ist Delivery Hero in dem Land bereits die Nummer zwei hinter Marktführer Woowa. Doch das Geschäft ist heiß umkämpft. Marktführer Woowa bezeichnete den Verkauf an Delivery Hero als "Überlebensstrategie". Bei den Aktionären von Delivery Hero kam der Deal trotzdem gut an: Die Aktie stieg in Frankfurt um mehr als zehn Prozent auf ein Rekordhoch von 55,62 Euro.

Delivery Hero erwirbt zunächst 87 Prozent aus der Hand von Finanzinvestoren, darunter die US-Investmentbank Goldman Sachs und der singapurische Staatsfonds GIC. Die restlichen 13 Prozent werde Delivery zu einem späteren Zeitpunkt übernehmen, erklärte ein Woowa-Sprecher. Mit 1,9 Milliarden Euro zahlt Delivery Hero mehr als die Hälfte des Kaufpreises von insgesamt 3,6 Milliarden Euro durch die Ausgabe neuer Aktien, die Altaktionäre werden entsprechend verwässert. Die bisherigen Woowa-Eigentümer halten künftig mindestens 13,6 Prozent an Delivery Hero. Ungeklärt ist noch, ob es kartellrechtliche Bedenken gibt zu einer Fusion der Nummer eins mit der Nummer zwei in Südkorea.

JOINT VENTURE IN SINGAPUR

Die 2010 gegründete Woowa wächst schnell und wickelt monatlich mehr als 30 Millionen Bestellungen ab. Doch die Konkurrenz hat zugenommen, nicht zuletzt durch den Einstieg von einem durch Japans Technologiekonzern Softbank unterstützten Anbieter. Uber hat bereits die Segel gestrichen und sich mit seinem Essenslieferdienst UberEats aus Südkorea zurückgezogen.

Neben der Übernahme einigte sich Delivery Hero mit den Woowa-Management auf den Aufbau eines Gemeinschaftsunternehmens in Singapur. Gemeinsam wollen sie regionale Anbieter wie Grab aus Singapur und die indonesische Gojek angreifen, um ihre Präsenz im boomenden asiatischen Markt auszubauen.

Die Essenslieferanten-Branche befindet sich gerade in einer Konsolidierungsphase. Um den britischen Lebensmittel-Lieferdienst Just Eat ist ein milliardenschwerer Übernahmekampf zwischen den niederländischen Unternehmen Takeaway und Prosus entbrannt. Dabei spielt auch Delivery Hero eine Rolle: Die Berliner sind am Lieferando-Eigentümer Takeaway beteiligt, seitdem sie vor einem Jahr ihr Deutschland-Geschäft mit den Lieferdiensten Lieferheld, Foodora und pizza.de für knapp eine Milliarde Euro in bar und in Aktien an die Niederländer verkauft haben. Auch nach dem Rückzug aus dem Essensliefergeschäft in Deutschland ist Delivery Hero nach eigenen Angaben in mehr als 40 Ländern aktiv und zählt mehr als 22.000 Beschäftigte.

Goldman Sachs Group Chart
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