Reuters

Cruise ruft 950 Robotaxis nach Unfall mit Fußgängerin zurück

08.11.2023
um 12:42 Uhr

Washington (Reuters) - Nach einem schweren Unfall mit einer Fußgängerin in San Francisco ruft der Robotaxi-Anbieter Cruise zunächst 950 seiner fahrerlosen Autos in den USA zurück.

Die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA erklärte am Mittwoch, bei dem Unfall habe das System zur Kollisionserkennung womöglich nicht richtig reagiert. Anfang Oktober war eine Fußgängerin zuerst von einem Wagen mit Fahrer angefahren und auf die Straße geschleudert worden. Das Robotaxi bremste nicht rechtzeitig und überfuhr die Frau. Die General-Motors-Tochter hatte den freiwilligen Rückruf bereits vergangene Woche angekündigt. Nach Angaben der Behörde spielt nun Cruise ein Software-Update auf. Sämtliche betroffenen Fahrzeuge müssten repariert werden, ehe sie wieder eingesetzt werden könnten, erklärte NHTSA.

Cruise hatte Ende Oktober landesweit den Betrieb der Robotaxis ausgesetzt, nachdem die Straßenverkehrsbehörde Kaliforniens das Unternehmen aufgefordert hatte, die Autos von der Straße zu holen. Es laufen in mehreren US-Bundesstaaten Untersuchungen über die Sicherheit der Robotaxis, unter anderem nach Vorfällen, bei denen Fußgänger auf Zebrastreifen nicht erkannt wurden. Die GM-Tochter hat mittlerweile die Produktion der vollautonomen Transporter-Modelle namens Origin in Detroit unterbrochen. Anfang letzten Jahres hatte die Firma bei den Behörden eine Erlaubnis beantragt, bis zu 2500 selbstfahrende Autos im Jahr auf die Straße zu bringen.

(Bericht von David Shepardson; geschrieben von Ilona Wissenbach; redigiert von Sabine Wollrab. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an die Redaktionsleitung unter frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com)

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