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IT-Dienstleister Bechtle verdient mehr - Mittelstand noch zurückhaltend

10.11.2023
um 10:27 Uhr

Frankfurt (Reuters) - Der schwäbische IT-Dienstleister Bechtle hat unter anderem dank eines brummenden Softwaregeschäfts mehr verdient.

Der Vorsteuergewinn kletterte im dritten Quartal um 6,4 Prozent auf 93,9 Millionen Euro, wie das Unternehmen aus Neckarsulm bei Heilbronn am Freitag mitteilte. Die erhoffte Belebung des Geschäfts mit Kunden aus dem Mittelstand ist bislang aber ausgeblieben. Konzernweit stieg der Umsatz nur um 1,0 Prozent auf 1,48 Milliarden Euro. "Wir sehen nach wie vor eine ausgeprägte Investitionszurückhaltung vor allem unserer mittelständischen Kunden", sagte Konzernchef Thomas Olemotz. Doch dank des deutlich wachsenden Bedarfs an Software- und Serviceprojekten und der anhaltenden Nachfrage der öffentlichen Hand und anderen Großkunden habe der Konzern das maue Mittelstandsgeschäft ausgleichen können.

Bechtle geht davon aus, dass öffentliche Auftraggeber und Großkunden weiter stark in IT-Lösungen investieren werden. Sobald eine Verbesserung der Stimmungslage im Mittelstand eintrete, sollte die Nachfrage in diesem Kundensegment wieder anziehen. An seiner Jahresprognose hält das IT-Systemhaus deshalb fest und geht weiter von einem Umsatz- und Gewinnanstieg von fünf bis zehn Prozent und einer Umsatzrendite vor Zinsen und Steuern auf Vorjahresniveau (5,8 Prozent) aus.

(Bericht von Philipp Krach; redigiert von Sabine Wollrab. Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)

Bechtle AG

WKN 515870 ISIN DE0005158703