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Verlangsamte Erholung am US-Jobmarkt - "Trumps Wiederwahl gefährdet"

02.10.2020 um 16:02 Uhr

Washington (Reuters) - Einen Monat vor der Präsidentenwahl in den USA verlangsamt sich die Erholung am Arbeitsmarkt überraschend deutlich.

Nach der Corona-bedingten Entlassungswelle im Frühjahr schufen die Firmen außerhalb der Landwirtschaft im September 661.000 Stellen, wie die Regierung am Freitag mitteilte. Ökonomen hatten mit 850.000 gerechnet. "Der schleppende Jobaufbau könnte die Wiederwahl Donald Trumps gefährden", sagte Chefvolkswirt Thomas Gitzel von der VP Bank. Denn in der Krise gingen mehr als 22 Millionen Jobs verloren, von denen bislang nur gut die Hälfte zurückgewonnen wurden. "Für den US-Präsidenten sieht die wirtschaftliche Bilanz gemessen daran verheerend aus", sagte Gitzel.

Die Entwicklung am Arbeitsmarkt kann mit ausschlaggebend sein für den Ausgang der Präsidentenwahl am 3. November, bei der sich der republikanische Amtsinhaber Trump gegen Joe Biden von den Demokraten durchsetzen muss. "Dass nun auch noch Präsident Trump, der die Infektionsrisiken immer klein geredet hatte, selbst Corona-positiv getestet wurde, dürfte die allgemeine Verunsicherung eher wieder erhöhen", sagte LBBW-Chefökonom Uwe Burkert. Das wiederum schade dem Jobaufbau. Es sei recht unwahrscheinlich, dass kurz vor der US-Wahl "nun doch noch so etwas wie ein messbarer 'Amtsinhaberbonus'" für Trump entstehe. "Auf 'Mitleidsstimmen' wird er kaum hoffen dürfen."

Der Jobaufbau verlangsamte sich zuletzt spürbar: Im Juni waren 4,78 Millionen Stellen entstanden, im Juli noch 1,76 Millionen und im August 1,49 Millionen. Es sei zwar insgesamt positiv, dass es weiter bergauf gehe, sagte Bastian Hepperle vom Bankhaus Lampe. "Allerdings - dies ist die schlechte Nachricht - liegt die Beschäftigtenzahl immer noch mehr als zehn Millionen unter dem Stand von vor dem Pandemieausbruch." Diese riesige Lücke lasse sich nicht rasch schließen, zumal Unternehmen vermehrt Stellenkürzungspläne ankündigten.

FIRMEN VERSCHÄRFEN WEGEN DER KRISE ABBAU VON STELLEN

In dieser Woche gab es mehrere Hiobsbotschaften vom Arbeitsmarkt: Der Unterhaltungskonzern Disney will etwa 28.000 Stellen streichen, vorwiegend in den US-Themenparks. Der landesweit größte Ölverarbeiter Marathon Petroleum will sich von zwölf Prozent der Belegschaft trennen, der Chemiekonzern Dow will sechs Prozent seiner Stellen kürzen. Wegen der Unsicherheit über weitere staatliche Corona-Hilfen wollen die beiden US-Fluggesellschaften American Airlines und United Airlines 32.000 ihrer Mitarbeiter in den Zwangsurlaub schicken.

Die in einer getrennten Umfrage ermittelte Arbeitslosenquote fiel im September stärker als erwartet auf 7,9 von 8,4 Prozent. Die US-Notenbank (Fed) hat jüngst einen Strategieschwenk vollzogen, um wieder Vollbeschäftigung zu erreichen. Dabei hat sie auch die Integration von sozial benachteiligten Amerikanern in den Arbeitsmarkt im Blick. Sie könnte noch dieses Jahr neue Konjunkturhilfen auf den Weg bringen. Die Federal Reserve hatte ihr Ziel Vollbeschäftigung gerade erreicht, bevor in der Krise eine Entlassungswelle einsetzte. "Es wird geraume Zeit in Anspruch nehmen, bevor wieder von Vollbeschäftigung die Rede sein wird", sagte Helaba-Experte Ralf Umlauf.

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