Unsere Micron (KGV18e von 5) steht vor dem Gipfelsturm!


05.03.2018

Liebe Trader,

mit der Aktie von Micron kauften wir am 06. Februar 2018 einen neuen Highflyer ins US-Musterdepot. Unser Trade ist 25% im Gewinn. Heute wurde die Position beim Breakout auf das 52-Wochenhoch aufgestockt. Wir sehen bei der Aktie angesichts eines 5er KGVs und der herausragenden Wachstumschancen durch KI-Infrastruktur und das Roboterauto noch deutliches Rallyepotenzial.

Micron hob am 5. Februar seinen Ausblick für das laufende Quartal an. Weil sich die DRAM- und Nand-Preise auf einem erhöhten Niveau einpendeln, wurde der Ausblick für den Umsatz von 6,8-7,2 Mrd. USD auf 7,2-7,35 Mrd. USD angehoben und die Guidance für den Nettogewinn von 2,51-2,65 USD/Aktie auf 2,70-2,75 USD/Aktie angepasst. Infolge kletterten die Konsensschätzungen für den 2018er Nettogewinn auf aktuell 10,26 USD/Aktie. Damit wäre das KGV bei 5.

Warum ist die Aktie so günstig? In der Vergangenheit unterlag der Anbieter von Memory-Chip- und Storage-Lösungen starken Preisschwankungen bei den DRAM- und Nand-Produkten. Wegen der ausgeprägten Zyklik wurde dem Wert nur ein einstelliges KGV zugebilligt. Wir sehen jetzt eine realistische Chance, dass es zu einer Preisglättung kommt und Micron infolge ein höheres Multiple zugestanden wird.

Derzeit findet eine massive Aufrüstung von Serverkapazitäten statt, um beispielsweise KI-Technologie zu ermöglichen und Big Data-Anwendungen implementieren zu können. Einher geht dies mit einer sehr hohen Nachfrage nach leistungsfähigen Memory-Chips. Unternehmen wie Micron, Samsung und SK Hynix bedienen derzeit vorrangig die DRAM-Nachfrage. Weil die Kapazitäten nicht ausreichen, steigen die Preise. Nun hat der Markt Befürchtungen, dass neue Kapazitäten entstehen, die Preise unter Druck kommen und Micron einen Gewinnrückgang von 10,26 USD/Aktie auf 7,09 USD/Aktie in 2020 verzeichnet.

Warum hat Micron noch ein deutliches Rallypotenzial? Der Pessimismus für die Entwicklung der DRAM- und Nand-Preise und damit für den Nettogewinn des Unternehmens ist sehr ausgeprägt. Bisher erweist sich dieser als Trugschluss. Micron hob wie oben geschrieben die Gewinnprognose an. In den nächsten Quartalen kommen Kostensenkungen zum Tragen, welche einen potenziellen Preisrückgang kompensieren würden. Doch dieser Preisrückgang muss gar nicht kommen. Denn die Nachfrage für DRAMs für Server, Smartphones und Tablets ist extrem hoch. Server werden immer leistungsfähiger und benötigen bessere Memory-Chips. 2018 wird der Smartphone-Markt wieder wachsen. Die Speicherkapazität in den aktuellen Flaggschiffsmartphones nimmt von 256 GB auf 1 TB in 2021 zu, weil dann 80% der Geräte KI-Technologie besitzen werden. Und mit dem Roboterauto entsteht ein neuer Megamarkt, der für eine enorme Nachfrage sorgt. Für das Roboterauto werden Memory-Systeme mit einer Datentransferrate von 300 GB/Sekunde benötigt. Ende 2017 lieferte Micron an seine Automobilkunden mit dem LPDDR4 eine Memory-Lösung aus, die eine Rate von 100 GB/Sekunde ermöglicht. Mittels sogenannter GDDR6-Memory-Lösungen will Micron die notwendige Technologie für eine Automation von Fahrzeugen auf Level4/5 bereitstellen. Da sämtliche Hersteller am Roboterauto arbeiten und dieses zum Dekadenwechsel auf die Straßen kommen dürfte, eröffnet sich für Micron ein neuer Megamarkt. Später könnte die Technologie auch für Roboter-LKWs optimiert werden. Daher sind wir für die DRAM- und Nand-Preise nicht pessimistisch, denn steigende Kapazitäten dürften absorbiert werden.

Fazit: Micron ist mit einem 5er KGV eine der günstigen US-Techaktien. Der Preispessimismus ist übertrieben, weil durch den Aufbau von KI-Infrastrukturen und dem Roboterauto zwei Megamärkte eine höhere Kapazität absorbieren werden. Die Aktie kann ihre Bewertung in Richtung eines 8-10er KGVs ausdehnen. Wir sind im US-Musterdepot nach dem heutigen Zukauf stark positioniert und erwarten eine kräftige Rallye über die nächsten Monate.

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