Intel: +250 % im TraderFox Trading-Depot. Wie es weitergeht!

Liebe Trader,
unsere Trading-Depots in den TraderFox Live-Trading-Sektionen (Abopaket: Live-Trading-Research) schwimmen auf einer Erfolgswelle. Unser neuer Volltreffer ist Intel. Wird sind 250 % im Plus.
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Wir kauften Intel zu 22,71 USD ins US-Musterdepot. Der Grund: Mit Lip-Bu Tan übernahm ein neuer CEO, der zuvor Cadence Design groß gemacht hatte. Solche bedeutsamen CEO-Wechsel können eine Wende einleiten. Unser Szenario geht auf. Wir haben den kompletten Aufschwung der Intel-Aktie mitgemacht und sind 250 % im Plus. Die Story könnte mit dem neuen CPU-Boom und Tesla als ersten Foundry-Kunde nicht heißer sein. Kurz die Quartalszahlen und dann folgen die drei wichtigsten Erkenntnisse!
Ein Quartal der operativen Stärke
Intel meldete für das erste Quartal einen Umsatz von 13,6 Milliarden USD (+7 %). Die Nicht-GAAP-Bruttomarge erreichte mit 41 % einen Wert, der 180 Basispunkte über dem Vorjahr lag. Besonders hervorzuheben ist die Verschiebung des Produktmixes: "Unsere KI-getriebenen Geschäfte machen jetzt 60 % des Umsatzes aus und sind im Jahresvergleich um 40 % gewachsen", konstatierte Finanzvorstand David Zinsner. Das EPS belief sich auf 0,29 USD und übertraf damit die Gewinnschwelle-Prognose deutlich. CEO Lip-Bu Tan, der die kulturelle Neuausrichtung vorantreibt, unterstrich den Fortschritt: "Intel besitzt einige der wichtigsten Vermögenswerte, die notwendig sind, um in dieser Ära außergewöhnlicher Chancen erfolgreich zu sein." Er fügte hinzu: "Vor einem Jahr ging es bei Intel darum, ob wir überleben können. Heute geht es darum, wie schnell wir Kapazitäten aufbauen können, um die enorme Nachfrage zu decken."
Erkenntnis 1: Die CPU als das neue Herz der KI
In einer Branche, die zuletzt fast ausschließlich auf GPUs fixiert war, arbeitet Intel an einem Narrativ der CPU-Renaissance. Das Unternehmen beobachtet, dass die CPU wieder zur unverzichtbaren Basis wird, da sie als Orchestrierungsschicht und "Control Plane" für den gesamten KI-Stack fungiert. Das Management argumentiert, dass CPUs bei der KI-Inferenz – der Anwendung gelernter Modelle – eine zentrale Rolle spielen. "Wir sehen klare Anzeichen dafür, dass die CPU sich wieder als unverzichtbares Fundament der KI-Ära etabliert", so Tan.
Ein entscheidender Faktor ist hierbei die Verschiebung des Hardware-Verhältnisses. Während bei reinem KI-Training das Verhältnis von GPU zu CPU oft bei 8:1 lag, verschiebt es sich bei der KI-Inferenz auf 4:1 oder 3:1. Bei "Agentic AI" – also autonomen KI-Agenten – könnte sich dieses Verhältnis laut Intel-Prognosen sogar vollständig zugunsten der CPU umkehren.
Diese Einschätzung spiegelt sich in den Zahlen der Data Center and AI Group wider, deren Umsatz um 22 % auf 5,1 Milliarden USD stieg. Die Nachfrage nach Xeon-Server-CPUs bleibt ungebrochen, da Kunden ihre Infrastruktur von reinem Training auf produktive Inferenz-Workloads umstellen. "Unsere Zuversicht in das nachhaltige Wachstum von CPUs, angetrieben durch den Ausbau der KI-Infrastruktur, wächst stetig", ergänzte Zinsner. Ein Beleg für diese Positionierung ist die Wahl von Xeon-Prozessoren als Host-CPUs für Nvidias kommende DGX-Rubin-Systeme. Zinsner betonte: "Xeon bleibt die meistgenutzte Host-CPU aufgrund ihrer branchenführenden Speicher-, Sicherheits- und Netzwerk-Orchestrierung."
Erkenntnis 2: Die Tesla-Allianz und das Foundry-Modell
Ein zentraler Pfeiler der langfristigen Strategie ist das externe Foundry-Geschäft, das im ersten Quartal einen Umsatz von 5,4 Milliarden USD erzielte. Trotz eines operativen Verlusts von 2,4 Milliarden USD – bedingt durch umfangreiche Vorinvestitionen – sieht Intel eine wachsende Dynamik. Besondere Aufmerksamkeit erregte die Bestätigung einer Partnerschaft mit Elon Musks Unternehmen SpaceX, xAI und Tesla für das Projekt "Terafab". Intel kooperiert hierbei gezielt, um unkonventionelle Wege in der Halbleiterfertigung zu finden und die Effizienz sowie die Wirtschaftlichkeit drastisch zu steigern. "Ich kann mir keine besseren Partner als Elon Musk vorstellen, um den Status quo herauszufordern", sagte Tan über die Zusammenarbeit. Diese Allianz unterstreicht die Dringlichkeit des Kapazitätsausbaus. Zinsner merkte an: "Die Nachfrage läuft weiterhin unserem wachsenden Angebot voraus – das gilt für alle unsere Geschäftsbereiche."
Zusätzlich verzeichnet das externe Geschäft signifikante Fortschritte beim Advanced Packaging. Der Auftragsbestand in diesem Bereich wächst deutlich. Intel sieht hier ein Potenzial im Milliardenbereich, da Kunden diese spezialisierte Technologie für die Fertigung komplexer KI-Chips zwingend benötigen.
Erkenntnis 3: Durchbruch bei 18A und Ausblick auf 14A
Technologisch scheint Intel seinen Zeitplan für die Prozessknoten 18A und 14A nicht nur einzuhalten, sondern teilweise zu übertreffen. Der Knoten Intel 18A befindet sich im Volumenhochlauf, wobei die Erträge laut Management über den Erwartungen liegen. "Die Yields bei Intel 18A liegen derzeit über unseren internen Projektionen, was einen bedeutenden Wendepunkt in unserer Ausführung markiert", so Tan.
Gleichzeitig macht das Unternehmen Fortschritte beim nächsten großen Schritt, Intel 14A. Die Reife und Leistung dieses Knotens übertreffen zum jetzigen Zeitpunkt die Werte von 18A im vergleichbaren Stadium. Diese technologische Präzision ist Teil einer umfassenden kulturellen Rückkehr zu Intels Ingenieurs-Wurzeln. "Wir kehren zu unseren Wurzeln als datengesteuertes, paranoides und technikzentriertes Unternehmen zurück", schloss Tan. Intel rechnet damit, dass ab der zweiten Jahreshälfte 2026 erste feste Design-Zusagen externer Kunden für die 14A-Technologie vorliegen werden. Dass Tesla auf 14A zugreift, könnte helfen weitere bedeutsame Kunden zu gewinnen.
Fazit
Plötzlich ist Intel mit seinen CPUs inmitten des KI-Booms. Dass Tesla den 14A-Prozess nutzen will, könnte der Durchbruch für das Foundry-Geschäft sein. Damit ist Intel zurück, zumal man mit seinen eigenen Fabriken einen Wettbewerbsvorteil hat und zusätzlich als nationaler Champion für die Chipfertigung der USA relevant ist. Wir sind 250 % vorne, aber setzen auf eine weitere Rally. Denn ein Hochlauf des Foundry-Geschäfts dank 14A würde die Bewertungslücke zu TSMC drastisch verringern – daraus leitet sich das mittelfristige Multibagger-Potenzial ab.
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Viele Grüße
Jörg Meyer