Chartanalyse Adobe: finaler Big-Picture Shake Out nach Quartalszahlen?

Trader-Blog Patrik Uhlschmied 667 Leser
Der US-Softwarekonzern Adobe (WKN: 871981) zählt mit einem Kursverlust von in der Spitze mehr als 50 Prozent zu den gefallenen Engeln an der Börse. Zu hoch schien die Bewertung mit einem KUV21 von mehr als 25 in einem Umfeld anziehender Rezessionssorgen, steigender Zinsen aber auch vor einem sich eintrübenden Unternehmens-Ausblick. Inzwischen konnte sich die Bewertung jedoch sichtbar bessern. Auf Basis der Schätzungen für das laufende Geschäftsjahr 2022 beläuft sich das KUV bei einem derzeitigen Kurs von ca. 360 USD lediglich noch auf 9,59. Das KGV konnte sich ebenfalls auf 26,50 verbilligen.

Zudem lieferte das Unternehmen zuletzt seine Zahlen für das zweite Quartal und konnte dabei das Umsatzwachstum wieder beschleunigen. Demnach wuchs der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 14 Prozent auf 4,386 Mrd. USD. Im Vorquartal betrug das Wachstum noch neun Prozent. Auch das operative Ergebnis von 1.529 Mrd. USD kann sich im Vergleich zum Vorjahr mit 1,406 Mrd. USD sehen lassen. Dadurch konnte die eigene Unternehmensprognose übertroffen werden. Dennoch wurde Adobe im Rahmen der Quartalszahlen zunächst abgestraft. Dies lag vor allem am Ausblick für das laufende dritte Quartal. Hierbei rechnet das Unternehmen mit einem Umsatz von rund 4,43 Mrd. USD und einem EPS von 2,35 USD. Somit erwartet Adobe kaum noch ein Umsatzwachstum im Vergleich zum Vorquartal. Auch für das Gesamtjahr musste die eigene Prognose revidiert werden, womit die Schätzungen der Analysten leicht verfehlt wurden.

Aus charttechnischer Sicht konnten im weiteren Handelsverlauf nach der Veröffentlichung der Quartalszahlen ein Großteil der Verluste aufgefangen werden. Dies könnte als ein erstes Stabilisierungs-Zeichen betrachtet werden. Beim Blick auf das Big-Picture ist ersichtlich, dass sich Adobe zudem in einer spannenden Ausgangssituation befindet: die Aktie notiert unmittelbar am 50er Fibonacci-Retracement der laufenden Aufwärtsbewegung ausgehend vom Tief aus dem Jahre 2009 (!). Zudem wurde die jahrelange überkaufte Situation komplett abgebaut und Adobe notiert inzwischen am unteren Bollinger Band. Derartige Ausschläge gab es im Laufe der vergangenen Jahre nicht.

Ich habe die laufende Korrekturbewegung bereits genutzt, um meine bestehenden Investmentpositionen aufzustocken. Das Niveau ist spannend für den Aufbau von ersten langfristigen Positionen. Sollte dieser Bereich jedoch nicht verteidigt werden können, muss davon ausgegangen werden, dass Adobe zum nächsten Fibonacci-Korrekturziel im Bereich von 275 USD laufen könnte. Sollte dieses Szenario eintreten, baue ich voraussichtlich hier meine Positionen weiter aus. Von einem nachhaltigen Turnaround-Versuch kann hingegen erst ausgegangen werden, wenn der Hauptwiderstand bei ca. 436 USD signifikant auf Monatsbasis überwunden werden sollte.



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Hinweis zur Aufklärung über Eigenpositionen: Der Autor hält Positionen bei folgenden Aktien, die im Artikel erwähnt wurden: Adobe.
   

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