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Crash im Technologiesektor. Die Strategie von TraderFox (mit Tabelle)!

Liebe Trader,

vor zwei Wochen entschieden wir uns, im TraderFox Trading-Depot Cash aufzubauen. Ich versendete einen Newsletter mit dem Betreff "Liebe Börsianer, die Seitenlinie wird attraktiver!"

Und nicht einmal eine Woche später crasht der Technologiesektor. Was für ein Timing. Wir können nun schon wieder darüber nachdenken, welche Aktien wir uns nach dem Ausverkauf ins Depot legen wollen.

In den USA ist rund um KI-Rechenzentren ein politischer Wettkampf entbrannt. Die Republikaner verzichten auf Regulierungen künstlicher Intelligenz, damit die USA im internationalen Wettbewerb vor China bleiben. Die Demokraten wollen einen langsameren Ausbau der KI-Rechenzentren und punkten mit der politischen Agenda: KI vernichtet eure Arbeitsplätze, wir müssen KI einschränken.

Der Volatilitätsindex VIX verzeichnete den drittstärksten Anstieg seit Beginn seiner Berechnung durch die Cboe. Auslöser war keine Finanzkrise, keine Kreditklemme, keine Pandemie. Sondern die Angst vor einer Regulierung der künstlichen Intelligenz. Das ist ein Novum in der Börsengeschichte.

Intel hat in einem Monat 50 % verloren. Durch die Bank weg wurden Chipaktien auf Wochensicht um 30 % abverkauft.

Schauen wir uns einmal die Bewertung von Advanced Micro Devices (AMD) an. Für dieses Geschäftsjahr wird ein KUV von 14,3 und ein KGV von 58 erwartet. Auch nach dem Rücksetzer ist die Aktie für Perfektion gepreist. Eine Verfehlung des strammen Wachstumskurses würde die Börse der Aktie nicht verzeihen. Eingepreist ist ein Wachstumssprung von 34,64 Mrd. USD Umsatz auf 88,81 Mrd. USD Umsatz im kommenden Jahr.

Mit einem erwarteten KGV von 4 ist Micron deutlich günstiger bewertet. Wenn es nächste Woche zu den legendären Kapitulations-Gaps zur Handelseröffnung kommt, würden wir im TraderFox Trading-Depot bei Micron zugreifen. Selbst wenn der Gewinn im kommenden Jahr nur halb so hoch ausfällt wie erwartet, läge das KGV immer noch bei 9. Der Risikopuffer ist beachtlich.

Wie groß die Angst mittlerweile ist, zeigt der Optionsmarkt. Short Puts auf Micron mit einem Basispreis 100 USD unterhalb des aktuellen Aktienkurses wurden am Donnerstag mit einer annualisierten Stillhalterrendite von 50 % vergütet (4 Wochen Restlaufzeit). Das halte ich für eine faire Risikokompensation.

Nach heftigen Volatilitätsschocks erholten sich die Aktienmärkte in der Regel deutlich. In 17 der 20 untersuchten Fälle verzeichneten die Märkte sechs Monate später eine klar positive Rendite. Wer in der Panik kauft, wird an der Börse häufig belohnt.

Hinzu kommt, dass die Bewertungen mittlerweile wieder vernünftige Niveaus erreicht haben. Die Kollegen von J.P. Morgan Asset Management beziffern das erwartete KGV des S&P 500 auf 17,7. Der Durchschnitt der vergangenen 30 Jahre liegt bei 17,2. Von einer außergewöhnlich hohen Bewertung kann damit kaum noch die Rede sein.

Wir Ökonomen suchen derzeit noch mit der Lupe nach Spuren der KI-Revolution in den Makrodaten. Eigentlich müsste sich die zunehmende Nutzung künstlicher Intelligenz irgendwann in einer höheren Arbeitsproduktivität oder einem steigenden Umsatz je Mitarbeiter niederschlagen. Wenn Unternehmen durch KI nicht produktiver werden, stellt sich schließlich die Frage nach dem wirtschaftlichen Nutzen dieser Technologie. Ein ermutigendes Signal kommt aus den USA. Dort stieg die Arbeitsproduktivität im dritten Quartal um 3,6 %.

Die angehängte Tabelle erzählt wie Mr. Market die Zukunft sieht:

  • Die Hyperscaler werden das ruinöse KI-Investitionswettrennen gewinnen.
  • Neocloud-Anbieter wie CoreWeave werden keine Chance haben.
  • Im Chipsektor (vor allem bei Speicherchips) wird es Überkapazitäten geben.
  • Die Zukunft der KI-Rechenzentren liegt im Weltall

Fazit: Mit dem Abo "TraderFox Live-Redaktion" erhalten Sie alle Depotänderungen in den TraderFox Trading-Depots vorab". Im Trading-Room können Sie unsere Gedanken und Einschätzungen verfolgen. Tausende Trader vertrauen auf diesen Service. Infos und Bestellmöglichkeit:

https://traderfox.com/bestellen/

Viele Grüße
Simon Betschinger