Turtle Soup Plus One

Die Turtle Trader machten in den 1980er Jahren mit einem einfachen Breakout-System Furore. Die Trader-Gruppe um Richard Dennis kaufte Ausbrüche auf 20 Tage-Hochs bzw. 20 Tages-Tiefs. Entscheidender als der Einstieg war für die Turtles das Positionsmanagent, sprich wie geht man mit einer eröffneten Position um, wenn der Trade nicht so verläuft wie erwartet. Als die ersten Turtle Trader das früher geheime System in die Öffentlichkeit trugen, führte das zu vielen Nachahmern Das hatte zur Folge, dass bei neuen 20 Tage-Ausbrüchen oft sehr viel Geld im Spiel war. Wenn dann ein Ausbruch nicht funktionierte, stellten die ganzen Möchtegern-Turtle-Trader Ihre Positionen wieder glatt und die entsprechende Aktie kam deutlich unter Druck. Diesen Effekt macht sich die Strategie "Turtle Soup +1" zu Nutze.

Linda B. Raschke beschreibt das Signal wie folgt:

1. Die Aktie stößt auf ein neues 20 Tagehoch vor. In den 3 Tagen zuvor darf erstens kein neues 20 Tagehoch markiert worden sein und zweitens muss der Tageshöchstkurs über dem vorangegangen 20 Tagehoch liegen.

2. Am darauf folgenden Tag wird eine Stopp-Sell Order für eine Shortposition in den Markt gelegt zum Kurs des vorangegangenen 20 Tagehochs.

3. Wenn die Stopp-Sell Order ausgeführt wurde, wird die Position sofort abgesichert. Das Stopp-Niveau für die Shortposition wird knapp über dem Hoch der letzten beiden Handelstage platziert.

4. Wenn die Shortposition in die Gewinnzone läuft, werden innerhalb der nächsten 2 bis 6 Tage die Gewinne mitgenommen.

Hinweis: Die veröffentlichten Tradingsignale und Empfehlungen dienen lediglich der allgemeinen Information, sie sind keine Beratung im Sinne des Wertpapierhandelsgesetzes und stellen kein Angebot und keine Aufforderung zum Kauf, Halten oder Verkauf von Wertpapieren oder Derivaten dar. Sie entsprechen lediglich der aktuellen Einschätzung des verwendeten Handelssystems.
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